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Urteil: War of the Vikings

am 06.05.2014

War of the Roses war damals ein nettes Multiplayer-Spiel, das durch sein interessantes spätmittelalterliches Setting und die recht unterhaltsamen Kämpfe überzeugen konnte. War of the Vikings ist im Grunde genommen das gleiche Spiel, nur dass sich diesmal keine Ritter, sondern Wikinger und Sachsen gegenseitig das Leben schwer machen.
War of the Vikings - Logo (Quelle: Paradox)

Bevor man sich in Multiplayer-Schlachten begeben kann, wird man in ein Tutorial geworfen, das tot langweilig ist, aber die Grundzüge des Spiel ganz ordentlich erklärt. Gleich zu Beginn des Tutorials fällt die sehr stimmige und hübsche Grafik von War of the Vikings auf. Da bekommt man sofort Lust, sich als blutrünstiger Wikinger in die Schlacht zu stürzen. Nachdem man dann im Tutorial gelernt hat, dass man jeden gegnerischen Schlag mit der passenden Block-Bewegung abwehren muss, kann es auch schon losgehen.

War of the Vikings – Gemetzel ohne Tiefgang

Allerdings wird die Vorfreude auf strategische Schlachten und spannende Duelle zwischen Wikingern und Sachsen sofort zunichtegemacht. Denn die Kämpfe bestehen einzig und allein aus wildem Umhergerenne und noch wilderem Zuhauen. Das nervt und hat mich in Rekordzeit zu Tode gelangweilt. Wenn 24 Spieler wie die Bekloppten umherrennen und blind drauflos prügeln, geht zumindest bei mir jeglicher Spielspaß sofort flöten. Daran ändert leider auch die hübsche Grafik, die nette Musik und das absolut stimmige Setting nichts.
War of the Vikings - Battle (Quelle: Paradox)
Tja und sonst ist War of the Vikings eigentlich so „bare bones“ wie es nur geht. Man kann zu Beginn des Spiels sage und schreibe eine Klasse wählen und kann weitere Klassen erst freischalten, wenn man im Level aufgestiegen ist. Spieler, die sofort als Fernkämpfer in die Schlacht ziehen möchten, haben also erst einmal das Nachsehen. Denn zu Beginn steht dem Spieler lediglich ein Kämpfer mit Schild und Schwert zur Verfügung. Zum Glück hat man die ersten Level-Aufstiege aber relativ schnell hinter sich gebracht und kann schon bald auf zwei weitere Klassen zugreifen. Mit der Zeit kann man dann auch seinen eigenen „Custom-Krieger“ mit allerlei Ausrüstung und verschiedenen Fertigkeiten erstellen.
War of the Vikings - Customize (Quelle: Paradox)
Überzeugen konnte mich in War of the Vikings die große Auswahl an verschiedenen Waffen (die leider nur einen optischen Unterschied machen) und die Möglichkeit, seinen Charakter selbst zu gestalten. Man kann sein Schild bemalen, verschiedene Stoffarten für die Rüstung benutzen und mit den eben erwähnten Waffen seinen Gegner umhauen. Angesichts der Tatsache, dass man sich die Waffen durch erspieltes Gold freischalten muss, ist es sehr schade, dass sie lediglich schick aussehen und keinen spielerischen Unterschied machen. In War of the Vikings gibt es leider auch keine unterschiedlichen Rüstungen. Je nach Klasse lauft ihr entweder in leichter, mittlerer oder schwerer Kluft durch die Gegend. Auch hier hat Paradox, wie schon bei den Waffen, eine einfache Chance vertan, dem Spiel dringend benötigte Tiefe zu geben. Aber immerhin stehen euch mehrere passive Fertigkeiten zur Verfügung, die ihr nach und nach freischalten und eurem Kämpfer zuweisen könnt.

Ich zocke lieber Chivalry

War of the Vikings hat mich schwer enttäuscht. Was habe ich mich darauf gefreut, als blutrünstiger Wikinger, in spannenden Multiplayer-Kämpfen, mit meiner Axt Angst und Schrecken zu verbreiten. Daraus wird aber leider nix, da sich die vier Modi alle irgendwie gleich anfühlen und trotz unterschiedlicher Ziele, kaum Überraschungen parat halten. Daran sind besonders das Kampfsystem und die fehlenden Unterschiede bei der Ausrüstung schuld. Nicht einmal die Maps machen einen Unterschied. Denn so schick wie die einzelnen Maps aussehen, so statisch sind sie auch. Nichts kann man kaputt machen und nirgends sind irgendwelche Elemente zu finden, die man aktiv ins Kampfgeschehen mit einbeziehen kann.

Schade das Paradox aus War of the Vikings so ein banales, arcade-lastiges Multiplayer-Gemetzel gemacht hat, das trotzt des interessanten Settings nur Durchschnittlichkeit ausstrahlt. Die bessere Alternative ist also nach wie vor Chivalry. Bei Chivalry hat übrigens auch das Kampfsystem gewaltig mehr „Wums“.

Bevor ich es vergesse. Auch wenn ihr das Spiel bei Steam kauft, müsst ihr euch extra einen separaten Paradox Account erstellen, um War of the Vikings überhaupt zocken zu können.


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Über den Author: Skrei
Skrei ist ein RPG-Fanatic und ist auch dem ein oder anderen Indie-Spiel gegenüber nicht abgeneigt.

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