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Urteil: Need for Speed Rivals

am 26.11.2013

Es ist mal wieder Zeit für ein neues Need for Speed. Aufpoliert mit der schicken Frostbite 3 Engine und mehr oder weniger in eine Art Mini-MMO umgewandelt, macht der neuste Need for Speed Ableger diesmal fast alles richtig.
Need for Speed Rivals - Logo (Quelle: Electronic Arts)
Warum ich von dem Spiel trotzdem leicht genervt bin, könnt ihr hier lesen.

Mein PC ist ein absolutes Beast. Ich kann so ziemlich jedes Spiel auf den höchsten Einstellungen zocken, ohne dabei auch nur die geringsten Performance-Einbrüche zu bekommen. Genau aus diesem Grund nervt es mich gewaltig, dass Need for Speed Rivals auf dem PC nur mit maximal 30 FPS läuft. Wenn man, wie ich, dauerhaft mindestens 60 FPS gewohnt ist, dann ist es gerade bei sehr schnellen Rennspielen schwer zu ertragen, wenn die Landschaft in 30 FPS an einem vorbei ruckelt.

Wenn dieses 30 FPS- Desaster dann noch Mikrotransaktionen anbietet, die dafür sorgen, dass man sich komplett aufgerüstete Autos kaufen kann, um Zeit zu sparen, dann ist meine Geduldsgrenze meilenweit überschritten. Das ist aber auch schon fast alles, was ich an Need for Speed Rivals zu beanstanden habe. Abgesehen von der “Story”. Aber fangen wir doch mal ganz von vorne an.

Bekloppte Story aber großartiges Gameplay

Need for Speed Rivals sieht dank der Frostbite 3 Engine verdammt gut aus. Habt ihr euch erst einmal durch das viel zu lange nervige Tutorial gequält, könnt ihr diese Grafikpracht auch sofort in vollen Zügen genießen. Denn Need for Speed Rivals schmeißt euch von Beginn an in eine komplett offene Welt und lässt euch nach Herzenslust durch die zwei unterschiedlichen Storys rasen. Allerdings hätte man sich diese überzogen, kitschigen und barbarisch langweiligen “Geschichten” auch sparen können. Denn schon während des Intros, das ihr übrigens nicht überspringen könnt, wird euch so viel sinnloses Gequatsche um die Ohren gehauen, dass es kaum noch auszuhalten ist.

Das Problem ist dabei, dass sich Need for Speed Rivals leider viel zu ernst nimmt. Wenn es sich hier um eine Geschichte handeln würde, die uns wie in den The Fast and the Furious Filmen mit einem fetten Augenzwinkern präsentiert wird, wäre ja alles nur halb so schlimm. Aber nein, Humor gibt es nicht, und daher haben wir es hier mit einer komplett verblödeten pseudo- philosophischen Geschichte über Cops und Kriminelle zu tun. Zum Glück stehen bei Need for Speed Rivals aber fette Karren, geile Mucke und eine Menge Action im Vordergrund. Und genau hier kann das Spiel auf ganzer Linie überzeugen.

Racer, Cops und Alldrive

Zu Beginn des Spiels entscheidet ihr euch entweder für einen Cop, oder ihr schlüpft in die Rolle des Racers. Keine Angst, ihr könnt jederzeit problemlos zwischen beiden Seiten hin und her wechseln. Als Racer absolviert ihr verschiedene Rennen, kauft euch neue Karren, die ihr ordentlich aufmotzen könnt und liefert euch hitzige Gefechte mit der Polizei und anderen Rasern. Als Polizist macht ihr im Endeffekt genau das gleiche. Nur das ihr hier versuchen müsst, die Racer aus dem Rennen zu kicken. Da die moderne Polizei natürlich technisch auf dem neusten Stand ist, stehen euch dafür verschiedene Spielereien zur Verfügung. Dabei reicht die Palette von einfachen Nagelbändern und elektromagnetischen Störsignalen bis hin zu Straßensperren und Hubschraubereinsätzen. Gleiches gilt übrigens auch für die Racer. Nur, dass sich hier die Spielereien etwas von denen der Cops unterscheiden. Bei beiden Fraktionen stehen euch jeweils 60 Missionen zur Verfügung, von denen allerdings nicht alle beendet werden müssen, um die Kampagne erfolgreich abzuschließen.
Need for Speed Rivals - Redview County Map (Quelle: Electronic Arts)
Um eure Karren aufzurüsten, benötigt ihr in Need for Speed Rivals massig Speedpoints. Diese Währung verdient ihr euch durch verschiedenen Missionen, Rennen und allerlei anderem Unfug, den ihr in der offenen Welt von Redview County veranstalten könnt. Habt ihr genug Speedpoints gesammelt, könnt ihr euch neue Karren kaufen oder ihr tuned euer altes Auto erst mal ordentlich durch. Natürlich könnt ihr eure Autos auch mit Farbe und verschiedenen “Aufklebern” optisch verschönern. Allerdings halten sich die Möglichkeiten hier etwas in Grenzen.

So weit so gut. Doch gibt es auch irgendetwas weltbewegend Neues in Need for Speed Rivals? Weltbewegend vielleicht nicht unbedingt. Aber es gibt tatsächlich eine Neuerung, die Need for Speed Rivals von den alten Teilen der Serie gewaltig unterscheidet.
Need for Speed Rival - Cop (Quelle: Electronic Arts)
Alldrive. Nein, hierbei handelt es sich nicht um ein interplanetarisches Reisesystem aus der Zukunft. Alldrive ist ein neues Feature, das den Einzel- und Mehrspielermodus von Need for Speed Rivals nahtlos ineinander übergehen lässt. Durch das Alldrive-Feature fahrt ihr immer mit anderen Spielern durch die Welt. Je nach Lust und Laune könnt ihr die Spieler dann zu einem Rennen herausfordern oder ihnen als Cop auf Teufel komm raus das Leben schwer machen. Gleiches gilt natürlich auch für die anderen Spieler. Dieses System hat zwei ganz große Vorteile. Erstens nimmt es Neulingen die Angst vor dem “bösen” Onlinespiel, und zweitens wirkt die Welt dadurch sehr lebendig. Allerdings hat es auch den Nachteil, dass manche Spieler nur darauf aus sind, euch das Rennen zu versauen. Zum Glück lässt sich die Alldrive-Funktion aber jederzeit abstellen und ihr habt wieder eure Ruhe.

Need for Speed Rivals kann da überzeugen, wo es drauf ankommt

Need for Speed Rivals ist ziemlich geil. Abgesehen von der bekloppten Geschichte, den lächerlichen 30 FPS und den Mikrotransaktionen macht das Spiel beim Gameplay so ziemlich alles richtig. Ihr rast mit euren Autos durch wunderschöne Wälder, schlittert über verschneite Bergpässe oder fahrt ganz geschmeidig an weißen Sandstränden vorbei. Die Frostbite 3 Engine sorgt dafür, dass Need for Speed Rivals immer eine gute Figur macht. Egal ob es stürmt, schneit, regnet oder ob euch die Abendsonne blendet. Need for Speed Rivals sieht verdammt gut aus und hat den passenden Soundtrack für stundenlange Racer-Action gleich mit dabei. Durch das Alldrive-Feature sollte euch auch lange nach dem Abschluss der Kampagne nicht langweilig werden.

Mit Need for Speed Rivals bekommt ihr also ein erstklassiges Rennspiel für euer Geld. Auch wenn die technische Seite der PC Version fürn A…. ist. Spaß macht es trotzdem.


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Über den Author: Skrei
Skrei ist ein RPG-Fanatic und ist auch dem ein oder anderen Indie-Spiel gegenüber nicht abgeneigt.

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