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Urteil: Metal Gear Rising Revengeance

am 15.01.2014

Sprechende Cyborg-Hunde, Roboter die Kuh-Geräusche von sich geben und Gegner, die in tausend kleine Einzelteile zerschnitten werden. Metal Gear macht seinem Ruf als abgedrehte Serie mal wieder alle Ehre. Diesmal allerdings in dem Action Spin Off Metal Gear Rising Revengeance.
Metal Gear Rising Revengeance - Logo (Quelle: Konami)
Ob das Spiel genauso bekloppt ist wie der Name, das lest ihr hier.

Eines kann ich euch gleich vorweg schon mal versichern. Ja, das Spiel ist genauso bekloppt wie der Name. Allerdings nur im positiven Sinne.

Ihr spielt Raiden, den ich Fans der Metal Gear Reihe nicht mehr vorzustellen brauche. Allen anderen sei gesagt, dass Raiden eine coole Cyborg Ninja Sau ist, die ganz gern mal mit ihrem Schwert eben diese raus lässt. Das fängt damit an, dass er komplette Gegnerhorden in ihre Einzelteile zerlegt und hört irgendwann bei riesigen Robotern, Kampfhubschraubern, kompletten Hochhäusern und allem, was die japanische Videospiel-Industrie noch so hergibt, auf. Allerdings erst, wenn ihr all diese Dinge auch in klitzekleine Einzelteile zerlegt habt.
Metal Gear Rising Revengeance - Cut (Quelle: Konami)

Unterhaltsame Schnetzelei in einem recht ordentlichen PC-Port

Denn um nichts anderes geht es in Metal Gear Rising Revengeance. Ihr zieht mit eurem Schwert in die Schlacht, macht alles kaputt, lasst euch von der Metal Gear typisch abgedrehten Story berieseln und bekommt vor lauter überzogener Wahnsinns-Action die Kinnlade nicht mehr zu. Der ganze Spaß ist schon eine Weile auf den Konsolen zu haben und hat jetzt glücklicherweise seinen Weg auf die PCs dieser Nation gefunden. Diesmal hat der gute Kojima allerdings nicht ganz so viel mit dem Spiel zu tun. Denn für Metal Gear Rising Revengeance zeichnet sich Platinum Games verantwortlich. Und das ist auch gut so. Denn, wenn Platinum Games etwas kann, ist es ordentliche Action Spiele zu entwickeln. Das ist dem Entwickler Studio mit einigen Abstrichen auch diesmal wieder gelungen. Aber eins nach dem anderen.
Metal gear Rising Revengeance - Fight (Quelle: Konami)
Die Story von Metal Gear Rising Revengeance ist erstmal egal, und ihr lasst euch davon am besten selbst verwirren. So wie es sich für ein ordentliches Spiel der Metal Gear Reihe gehört. Was allerdings nicht egal ist, ist die Frage, ob Metal Gear Rising Revengeance eine gute PC-Version spendiert bekommen hat. Und da kann ich mit gutem Gewissen behaupten, dass hier recht ordentliche Arbeit geleistet wurde. Das Spiel läuft extrem stabil und bekommt auch in den größten Gefechten keine FPS-Einbrüche. Zwar hätte ich mich noch über hochauflösende Texturen und die ein oder andere zusätzliche Grafikeinstellung gefreut, aber im Großen und Ganzen bin ich mit der PC-Version sehr zufrieden. Kommen wir nun aber zum Gameplay.

Metal Gear Rising Revengeance bietet Action vom Feinsten

Wie schon gesagt spielt ihr Raiden, den super coolen Cyborg Ninja. Bewaffnet mit eurem Katana stehen euch für den Kampf leichte und schwere Angriffe zur Verfügung. Je nachdem, in welcher Reihenfolge ihr die Tasten drückt, führt der gute Raiden recht spektakuläre Kombos aus. Das funktioniert super und geht schon nach wenigen Spielminuten gut von der Hand. Was anfangs nicht ganz so gut von der Hand geht und etwas Übung benötigt, ist das Parry-System. In Metal Gear Rising Revengeance könnt ihr nämlich nicht einfach blocken, sondern müsst die Angriffe eurer Gegner gekonnt parieren. Und das funktioniert so. Greift euch ein Gegner zum Beispiel mit einem hohen Angriff an, müsst ihr mit einem leichten hohen Angriff parieren. Kurz gesagt, müsst ihr sehr genau auf die Angriffe eurer Gegner achten und dann den entsprechenden Gegenangriff starten. Dafür benötigt man anfangs etwas Übung, da das ganze Spielgeschehen unheimlich schnell, und dank der nicht immer optimalen Kamera, zuweilen auch recht unübersichtlich sein kann.
Metal Gear Rising Revengeance - Mech (Quelle: Konami)
Ein weiteres nettes Feature von Metal Gear Rising Revengeance ist der sogenannte Blade-Modus. Drückt ihr auf die richtige Taste, schaltet ihr in den Blade-Modus und könnt ganz nach Belieben auf eure Gegner einhacken. Das endet in so ziemlich allen Fällen damit, dass diese armen Seelen (oder eher seelenlose Roboter?) in unzählige Einzelteile zerfallen. Das Schicke ist dabei, dass es ganz an euch liegt, ob ihr ihnen nur die Rübe oder einen Arm abschnippelt. Oder aber, ob ihr ihnen die Rübe und einen Arm abschneidet, diese dann nochmal in ungefähr hundert Einzelteile zerlegt, danach den ganzen Körper der Länge nach zerteilt, nur, um ihn dann in 24 Weihnachtskalender-Türchen große Stückchen zu schneiden. Alles ist möglich, denn die Schnetzel-Mechanik hat es echt in sich. Das könnt ihr übrigens, bis zu einem gewissen Grad, auch mit den Bossen machen. Und eines ist mal sicher, die Bosse in Metal Gear Rising Revengeance sind ähnlich cool wie Raiden. Zum Teil sind sie sogar noch abgedrehter, verlangen euch einiges ab und machen einfach verdammt viel Spaß. Wie im Übrigen auch das ganze Spiel.

Hell Yeah Metal Gear Rising Revengeance macht extrem viel Spaß

Mich unterhält nur selten ein Spiel so gut wie Metal Gear Rising Revengeance. Dieses Spin Off der Metal Gear Reihe ist sich sehr bewusst wie bekloppt es (oder die komplette Serie) eigentlich ist und lebt diese Beklopptheit komplett aus. Ein großartiges Kampfsystem, das leider nur hin und wieder durch die suboptimale Kameraführung beeinträchtigt wird, stellt ein mehr als solides Grundgerüst dar, um die Geschichte des schwertschwingenden Cyborg Ninjas zu erzählen. Manch einer mag sich an den zahllosen Zwischensequenzen stören, die aber zum Glück problemlos übersprungen werden können. Auch in puncto Präsentation lässt sich Platinum Games nicht lumpen. Die Grafik ist ordentlich, die Inszenierung der Bosskämpfe großartig, und alles wird von einem Soundtrack untermalt, der absolut geil ist und wie die Faust aufs Auge passt. Da kommt das Adrenalin in Wallung, und das Action-Hypometer schnellt in unendliche Höhen.
Metal Gear Rising Revengeance - Running (Quelle: Konami)
Fast hätte ich es vergessen. Ihr könnt Raiden natürlich auch in unterschiedlichen Kategorien verbessern. Wobei ich persönlich finde, dass das nicht unbedingt nötig gewesen wäre. Aber, heutzutage besitzt ja fast jedes Spiel eine Art Upgrade-System.

Zieht man dann noch die Tatsache mit in Betracht, dass Metal Gear Rising Revengeance nur 20 Euronen kostet und alle DLCs der Konsolen-Version beinhaltet, gibt es keinen Grund sich das Teil nicht zu zulegen. Es sei denn ihr seid schlechte Menschen und hasst Computerspiele und Spaß.

Jetzt fehlt nur eine PC-Version von Bayonetta. Hm,….lecker.


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Über den Author: Skrei
Skrei ist ein RPG-Fanatic und ist auch dem ein oder anderen Indie-Spiel gegenüber nicht abgeneigt.

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