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Urteil: Grid 2

am 04.06.2013

Im Jahr 2008 konnte Codemasters die Rennspiel-Fans davon überzeugen, dass mit Grid der Mix aus Simulation und Arcade-Racing recht gut funktioniert. Hübsche Grafik, lizenzierte Autos und die Möglichkeit während des Rennens zurückzuspulen kamen bei der Presse und den Zockern gut an.
Grid 2 Logo (Quelle: Codemasters)
Jetzt ist mit Grid 2 der Nachfolger erschienen und möchte da weiter machen, wo der Vorgänger aufgehört hat. Ob das was wird lest ihr hier.

Grid 2 bietet einen netten Karriere-Modus.

Grid 2 macht schon bei der Präsentation einiges anders als andere Rennspiele. Der ganze Karriere-Modus wird in einer Art Social-Media Umgebung präsentiert in der es in erster Linie darum geht, ähnlich wie bei You Tube oder Facebook, Fans (bzw. Likes) zu gewinnen. Das macht ihr natürlich am besten, indem ihr Rennen gewinnt und euch mindestens den dritten Platz erfahrt. Euer Ziel ist es in der neuen Rennsportliga World Series Racing zum Superstar zu werden, um das noch junge Event zu einer festen Institution im Rennsport-Business heranwachsen zu lassen.

Da heutzutage das Internet dafür sorgt, dass Menschen in Rekordzeit zu Stars werden, wird euch Grid 2 auch in einer fiktiven Social-Media Benutzeroberfläche präsentiert. Das geht sogar soweit, dass der amerikanische Sportsender ESPN hin und wieder eure Erfolge kommentiert. Das dabei das leibhaftige Team des Senders über euren Fortschritt redet ist ein nettes Gimmick und lässt die ganze Idee mit dem Internetphänomen noch glaubwürdiger erscheinen.
Grid 2 Crash (Quelle: Codemasters)
Grid 2 hält sich nicht mit langen Vorreden auf und schmeißt euch knallhart ins kalte Wasser. Nach der Einstiegsrunde, in der ihr die Grundlagen des Spiels kennenlernt, wird es relativ fix ernst und ihr müsst euch in verschiedenen Events rund um den Globus beweisen. Dabei reicht die Palette von normalen Rennen gegen 11 Gegner über 1 vs. 1 Duelle bis hin zu Eliminations- und Zeitrennen. Es sollte also für jeden etwas dabei sein.

Nach erfolgreich absolvierten Events greift ihr euch eine ordentliche Portion Fans ab die hier als Währung fungieren und dafür sorgen, dass ihr in eurer Karriere voran kommt. Habt ihr genug Fans gesammelt könnt ihr euch von verschiedenen Sponsoren Aufkleber auf die Karre klatschen, die oftmals mit kleinen Extraaufgaben verbunden sind. Schließlich wollen die Sponsoren ja zeigen, dass sie auch wirklich den besten Fahrer der Welt als wandelnde Litfaßsäule haben.

Lizenzierte Autos zu Schrott fahren ist toll.

Markenautos in Rennspielen zu benutzen, ist ja immer so eine Sache. Natürlich ist es toll mit einem original BMW durch die Gegend zu brettern, aber leider bleibt dabei meistens das Schadensmodell auf der Strecke. Nicht so bei Grid 2. Hier könnt ihr die knapp 90 Karren, die ihr euch nach und nach freispielt, auch ordentlich zu Klump fahren. Codemasters begnügt sich nicht damit euch einige Kratzer im Lack zu präsentieren. Nein, hier fliegen euch auch das ein oder andere Mal Stoßstangen und Türen um die Ohren. Auch eure Lichter oder Reifen gehören bei heftigen Karambolagen in Windeseile der Vergangenheit an.

Das Schadensmodell ist aber nicht nur dafür da eure Karre schrottig aussehen zu lassen, sondern wirkt sich auch auf das Fahrverhalten der Autos aus. Da ihr hier nicht bei Destruction Derby seid ist also relativ umsichtiges Fahren angesagt, oder das Rennen ist bei einem Totalschaden frühzeitig beendet.
Grid 2 - Car (Quelle: Codemasters)
Zum Glück findet sich aber auch bei Grid 2 die Rückspulfunktion aus dem Vorgänger wieder. Die ermöglicht es euch nämlich, die gröbsten Fahrfehler auszumerzen indem ihr 5 Mal pro Rennen das Geschehen per Knopfdruck einfach zurückspult. Dabei ist es egal auf welchem Schwierigkeitsgrad ihr spielt. Fünf mal Zurückspulen steht euch immer zur Verfügung.

Grid 2 ist eindeutig mehr Arcade als Simulation

War bei Grid der Simulationsanteil noch deutlich zu spüren, so ist er bei Grid 2 gewaltig in den Hintergrund geraten. Für Freunde von Simulationen dürfte es ärgerlich sein, dass es zum Beispiel keine Cockpitperspektive mehr gibt. Das ist besonders ärgerlich, da eine Cockpitperspektive eigentlich zum Standard eines guten Rennspiels gehört und gehörig zur Atmosphäre beiträgt. Kurz gesagt wurden alle Simulationselemente des Vorgängers aus dem Spiel genommen, um Grid 2 zu einem Arcade-Racer werden zu lassen, den man auch getrost mal zwischendurch zocken kann.

Es wäre natürlich nett gewesen dem Zocker hier die Wahl zwischen Arcade und Simulation zu lassen. Aber was Codemasters nicht will, das will Codemasters einfach nicht. Wenigstens könnt ihr eure Karren noch ordentlich anpinseln.

Grid 2 fährt technisch ganz vorn mit

Hat Grid 2 als reine Simulation auch wenig zu bieten, so spielt es auf der technischen Seite auf jeden Fall in der ersten Liga mit. Die Grafik gehört mit zum Feinsten, was das Rennspiel-Genre zur Zeit zu bieten hat. Die Lichteffekte sind eine Augenweide, die Funken fliegen bei Karambolagen und auch das Fahrzeugdesign zeigt eine unheimliche Liebe zum Detail.

Das Streckendesign lässt gerade auf den Strecken außerhalb der Städte hin und wieder einige optischen Leckerbissen vom Stapel, die sich gewaschen haben. Einziger Kritikpunkt ist dabei vielleicht noch die Sonne. Die sieht zwar mächtig lecker aus, behindert aber hin und wieder die Sicht. Naja, die Zuschauer an den Strecken hätte man vielleicht auch etwas schicker darstellen können.
Grid 2 Red (Quelle: Codemasters)
Beim Sounddesign hingegen passt dafür einfach alles. Die Motorensounds klingen je nach Auto unterschiedlich und sollten jedem Autonarren ein fettes Grinsen aufs Gesicht zaubern. Alle anderen Sounds sind auf dem gleichen Qualitätslevel und auch die Musik geht vollkommen in Ordnung.

Grid 2 ist zwar abgespeckt aber ein guter Arcade-Racer

Fans des Vorgängers könnten die ganzen Einbußen bei Grid 2 etwas gegen den Strich gehen. Alles wurde vereinfacht und in ein kompakteres Arcade-Paket gestopft. Auch wenn Codemasters behauptet, dass nur 5% aller Grid Spieler die Cockpitperspektive genutzt hätten ist es dennoch ein gewaltiger Rückschritt, diese komplett aus dem Spiel zu nehmen. Auch ist es schade, dass dem Spieler die Wahl genommen wird selbst zu entscheiden ob man das Spiel als Simulation oder als Arcade-Racer zocken möchte.
Grid 2 Street (Quelle: Codemasters)
Was also unterm Strich übrig bleibt ist ein auf Hochglanz polierter Arcade-Racer. Der hat zwar viel zu bieten und macht auch mächtig Spaß, verpasst aber den Simulations-Fans einen heftig Tritt in den Hintern.


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Über den Author: Skrei
Skrei ist ein RPG-Fanatic und ist auch dem ein oder anderen Indie-Spiel gegenüber nicht abgeneigt.

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