Grand Strategy


Für Strategen und Feldherren

Rollenspiele


Für Abenteurer und Krieger

Shooter


Für Sniper und MG-Schützen

Sportspiele


Für Grätscher und Ballkünstler

Join us!


Mach mit bei uns!

Urteil: Ghost Recon – Future Soldier

am 06.07.2012

Ghost Recon Future Soldier Team (quelle: ubisoft)

Im Kampf der Giganten zwischen Call of Duty und Battlefield muss sich ein Mitbewerber schon etwas Besonderes einfallen lassen, um zu punkten. Die Ghost Recon-Reihe zeichnete sich bislang immer durch ihre taktische Tiefe und ihre eher punktuell gesetzte Action aus. Leider driftet der neueste Ableger aber immer mehr Richtung Script-Events und wilder Ballereien – schade.

Bevor hier jedoch falsche Schlüsse gezogen werden: Ghost Recon ist trotzdem ein gutes Spiel mit einigen sehr innovativen Ideen und ist nicht als reiner CoD-Clone zu sehen. Zwar ist nicht immer nachvollziehbar, warum man sich erst nahezu unbemerkt irgendwo reinschleichen soll, um dann doch die komplette Gegner-Garnison mit krachenden Explosionen auszuschalten, aber zumindest stimmt die Abwechslung. Das Gameplay-Grundprinzip ist so ziemlich das Einzige, das von einem echten Taktikshooter noch übrig geblieben ist. Wir ziehen als vierköpfiger Spezialtrupp zu Felde und sollen in der Regel unser Einsatzziel lautlos und effizient erreichen. Leider arten viele Missionen trotzdem über kurz oder lang in langwierige Feuergefechte aus. Taktische Tiefe ist Mangelware, da man weder seine Teammitglieder direkt steuern noch ihnen eindeutige Befehle geben kann. Das einzige wirkungsvolle Manöver ist der Simultan-Beschuss. Hier markiert man in Seelenruhe vier Feindziele, visiert selbst den Vierten an und feuert dann zeitgleich mit den Kameraden. Klappt immer. Leider.

Ghost Recon Future Soldier Drohne (quelle: ubisoft)

Das Beste an Ghost Recon sind die futuristischen Ausrüstungsgegenstände für unser Team, allen voran das Tarnsystem, das mittels kleiner Kameras die Umgebung auf die Uniform projiziert. Wie ein Chamäleon schleichen wir uns so in feindliche Basen und Gebäude. Nicht neu, aber effektiv ist die Aufklärungsdrohne, die Gegner markieren und Feinde benommen machen kann. Sensorgranaten verhelfen uns zu mehr Übersicht und markieren Gegner in einem gewissen Umkreis, so wissen wir immer, mit wem und vor allem mit wie vielen wir es zu tun haben. Die Gegner selbst sind leider nicht ganz so clever. Zwar können sie gut zielen und hechten in Deckung, aber taktisches Vorgehen und Teamwork stehen wohl nicht auf dem Ausbildungsplan in den Schurken-Camps. Man hat oft den Eindruck, als wären die Einsätze der reinste Spaziergang. Außer natürlich, man versucht sich an der Schwierigkeitsstufe ELITE:

Trotz der spielerischen Rückschritte des Ex-Taktikshooters macht Ghost Recon: Future Soldier durchaus Spaß. Das liegt vorrangig an der guten Atmosphäre. Die Schleichmissionen sind von bedrückender Stimmung, während die Gefechte sehr intensiv präsentiert werden. Unsere Kollegen und auch unser eigener Charakter entwickeln durch Zwischensequenzen und eingestreute Kommentare im Felde eine tiefe Persönlichkeit und auch die gut durchdachte, wenn auch etwas unkreative Story über Terroristen, Bomben und drohende Weltkriege tut ein Übriges, um die etwa zwölf Stunden währende Kampagne nicht langweilig werden zu lassen. Die Kampagne gewinnt übrigens im Coop-Modus deutlich an Spaß hinzu, denn hier kann man mit bis zu drei Freunden tatsächlich wieder selbst Taktiken austüfteln, die man im Singleplayer leider nicht mehr braucht. Zusätzlich bietet Ghost Recon: Future Soldier noch weitere Multiplayer-Modi sowie das Ghost Recon Network, einen Online-Dienst, der vor allem dank der völlig frei konfigurierbaren Waffen im sogenannten Gunsmith-Modus enorm Laune macht.


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>