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Urteil: FIFA 15

am 29.09.2014

Nach mehreren Tagen intensivster Prüfung ist nun mein Urteil zu FIFA 15 fällig. Mit großen Vorschusslorbeeren und einer guten Demo ging EA Sports dieses Jahr ins Rennen um den Fußballthron gegen das später erscheinende PES 2015. Lest nun, inwieweit mich FIFA 15 überzeugte und wo noch nachgebessert werden sollte.
FIFA 15 Laufduell (quelle: EA)

Das Wichtigste vorweg: FIFA 15 ist und bleibt die absolute Referenz auf dem virtuellen Fußballthron. Es müsste schon ein mittleres Wunder geschehen, damit Konami den Machern von EA hier im November den Rang ablaufen könnte. Doch so ganz ohne Makel bleibt auch FIFA 15 nicht.

FIFA 15 – Spielmodi und Präsentation

FIFA 15 ist dieses Jahr von der Aufmachung her wieder ein Stück cooler geworden. Die gesamte Spiel- und Matchpräsentation kommt immer näher an echte Fernsehübertragungen heran und wer so klug ist, die unfassbar nervigen deutschen Kommentatoren auszuschalten, der erlebt Fußball-Feeling wie an der Anfield Road. Leider speichert das Spiel in manchen Spielmodi die eingestellte Kommentarsprache nicht ab und auch die Halbzeitlänge verstellte sich manchmal und ließ sich nicht mehr ändern. Diese Kleinigkeiten dürften aber mit einem kleinen Patch aus der Welt geschaffen sein. Die Kehrseite der Präsentation ist leider die ständige Verzögerung im Spielfluss. Einige Szenen, wie etwa gelbe Karten, lassen sich auch nicht immer flugs wegklicken. Das ist zwar realistisch, nervt aber mit der Zeit trotzdem.

FIFA 15 Aufstellung (quelle: EA)

Wesentlich wichtiger sind einige Punkte, die einem Realismus-Freak wie mir sauer aufstießen. Es ist ja fein, dass die türkische Liga wieder mit am Start ist und auf die brasilianische Liga kann ich persönlich gut verzichten. Aber warum in drei Teufels Namen streicht EA bei FIFA 15 das Creation Center??? Wie soll man denn die Champions League oder gar die Europa League nachspielen ohne die Topklubs aus Osteuropa? Kein Partizan, kein Steaua, kein Kiew – für echte Fans ein No Go. Lizenzprobleme dürften es wohl kaum sein, denn das Creation Center steht für die PS3 und XBOX 360 Versionen nach wie vor bereit. Ich warte schon ärgerlich auf einen kostenpflichtigen DLC für das Creation Center.

FIFA 15 Match Day Live (quelle: EA)

Die Spielmodi in FIFA 15 sind wie gewohnt sehr umfangreich, doch scheinen auch hier einige nicht recht zu Ende gedacht. Der Match Day mit den aktuellen Paarungen ist ja ganz nett, doch kann man weder an den Saisonanfang zurückspringen, noch hat die gespielte Begegnung irgendeine Auswirkung auf die Live-Tabelle. Mit Wehmut erinnere ich mich an die Live Seasons aus früheren Versionen. Denn eine echte Saison nachspielen kann man nach wie vor auch in FIFA 15 nicht. Der Karrieremodus verzerrt den Realismus durch die individuellen Transfers und der Liga Turniermodus hat das Problem, dass Wintertransfers und reale Form nicht berücksichtigt werden. So bleibt einem echten Realismus-Freak nur das Erstellen einer eigenen Tabelle in Excel oder so.

FIFA 15 Zweikampf (quelle: EA)

FIFA 15 – Grafik und Gameplay

Die (auf dem PC) neue Ignite Engine lässt FIFA 15 in ungeahnter grafischer Pracht erstrahlen. Fans, Spieler und Stadien sehen toll aus, selbst kleinste Animationen wie umknickende Füße oder Rangeleien im Zweikampf sehen super aus. Doch die Leistung hat ihren Preis. FIFA 15 ruckelt bei nicht wenigen Spielern selbst bei hoher Hardwarebereitstellung. Doch das ist EA wohl kaum vorzuwerfen, nachdem bereits im letzten Jahr geflamed wurde, dass die Ignite Engine nur bei den Next Gen Konsolen zum Einsatz kam. Eine neue Engine frisst Ressourcen, das ist klar. Und naja, Weihnachten ist ja bald. Gibt es halt ne Tüte RAM oder ne leckere Grafikkarte.

FIFA 15 Spielermodell Silva (quelle: EA)

Das Gameplay in FIFA 15 kommt mir noch einen Tick unkontrollierter vor – im positiven Sinne. Selbst bei guten Akteuren klebt die Kugel nicht mehr am Fuß, es gibt viel mehr Verspringer und abgefälschte Pässe und Schüsse. Leider macht das auch das Toreschießen um einiges anspruchsvoller. Das liegt auch an den völlig overpowerten Torhütern, die momentan selbst auf niedrigen Schwierigkeitsgraden eine Abwehrquote von 80% haben, wenn man nicht gerade frei aus zehn Metern einschiebt. Apropos Schwierigkeitsgrad. Ich bin ja nun kein FIFA-Pro, aber ich empfinde die KI als wesentlich schwieriger zu knacken als bei den entsprechenden Schwierigkeitsgraden in FIFA 14. Selbst auf Profi gewinne ich nicht stets und ständig. Dafür scheint die Momentum-Mechanik nicht mehr so ausgeprägt zu sein. Wurde es in FIFA 14 nach dem 3:0 merklich schwerer, noch weitere Tore zu machen, weil die eigene Mannschaft drei Gänge zurückschaltete, ist es nun in FIFA 15 genau andersherum. Ist der Bann des 0:0 gebrochen, fällt offline oft ein Tor nach dem anderen.

FIFA 15 Torwart (quelle: EA)

Ein bisschen was zu meckern habe ich noch bezüglich einiger spielerischer Elemente. Die Kollisionen scheinen mir momentan noch ein wenig zu spektakulär. Es vergeht kaum ein Zweikampf ohne Purzelbaum und Salto. Das ist in der Realität zwar auch häufiger als man denkt (achtet mal in der Sportschau drauf), sieht komprimiert bei 12 Minuten Spielzeit pro Match aber etwas zu kurios aus. Nicht zufrieden bin ich mit den Flanken und Ecken. Hohe Bälle sind mit durchschnittlichen Spielern unglaublich schwer zu verarbeiten und die zu starken Keeper fischen beinahe jede Ecke heraus, die nicht hinter den Elfmeterpunkt gezogen wird. Dafür scheinen die Freistöße nun einen Tick leichter den Weg ins Tor zu finden.

FIFA 15 Fans (quelle: EA)

FIFA 15 – Online und Ultimate Team

Online bietet FIFA 15 wieder alles, was das Herz begehrt. Saisons, Koop Seasons, Be a Pro – jeder kommt auf seine Kosten. Das Herzstück ist aber nach wie vor der Ultimate Team Modus, der auch bei mir und auf unserem Blog hier demnächst einen hohen Stellenwert einnehmen wird. Hier darf sich jeder wieder nach und nach sein Traumteam bauen und um Coins, Pokale und die Ehre spielen. Bleibt zu hoffen, dass EA in FIFA 15 wirklich die Cheater und Coinseller hart bestraft, damit die Preise nicht wieder so explodieren wie in FIFA 14 zuletzt. Wers eilig hat, der kauft sich halt FIFA Points und füttert die pay-to-win Maschine, wobei die Packs meiner Meinung nach extrem überteuert sind. Wenn EA hier etwas weniger verlangen würde, würden mehr Spieler mal einen Zehner oder Zwanziger investieren. Aber was geht mich das an, ich bin nur ein in die Jahre gekommener Gamer, der Lust dabei empfindet, sich von 14jährigen vorführen zu lassen. Ach ja: falls ihr 14 seid und mich vorführen wollt, dann addet mich gern bei Origin: cagebln2004.

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Über den Author: Cage
Cage ist der Strategie-Experte bei Computerspiele.com und außerdem bekennender FIFA-Fanboy.

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