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Urteil: Diablo 3 – Patch 2.0.1

am 04.03.2014

Als Diablo 3 erschien, gab es Meinungen, die gegensätzlicher kaum sein konnten. Die Einen fanden es super, die Anderen haben es gehasst. Ich zähle zu der Fraktion, die bis zuletzt ihren Spaß an Diablo 3 hatte. Gilt das auch nach Patch 2.0.1? Und wie geht es mit Reaper of Souls weiter?
diablo-3 (Quelle: Blizzad)

Eigentlich war ich ja ein wenig bockig mit Blizzard. Ich als begeisterter Teilnehmer der Closed Beta von Diablo 3 Classic habe mir ja schon ein wenig Hoffnung auf die Reaper of Souls Beta gemacht, als es zuletzt hieß, dass eine neue Invite-Welle kommt. Dann hieß es plötzlich, dass die Invites schon raus sind. Natürlich ohne mich! Ein wenig später hieß es, dass die Beta- und PTR-Server abgestellt werden. Die Vermutung, dass der Patch 2.0.1 bald erscheint, machte überall im Internet die Runde. Und dann ging es ganz schnell. Ein unscheinbarer Twitter-Post ließ verlauten, dass in drei Tagen der Patch erscheint. Dieser Post behielt Recht! Letzte Woche Mittwoch erschien der Patch dann also… Und es hat sich eine Menge geändert. Eine gottverdammte Menge!

Loot, Loot, Räuber brauchen Loot!

Wo fange ich an? Erstmal bei den positiven Dingen (richtig, es gibt auch negative)! Loot 2.0 ist das worauf viele gewartet haben. Und es ist grundlegend als positive Änderung zu verstehen. In erster Linie droppen deutlich weniger Items als vorher. Das ist nicht unbedingt das Positive an der Geschichte, aber das was droppt, ist meistens deutlich besser als der Plunder, der vor Loot 2.0 gedroppt ist. Und es sind nicht nur die Legendaries, sondern auch die gelben Items. Bei den Legendaries macht es sich aber besonders bemerkbar, denn diese sind endlich auf dem Weg, ihrem Namen alle Ehre zu machen. Zumindest größtenteils! Alle Legendaries, die man finden kann, haben die Eigenschaften, die dem jeweiligen Spieler-Level entsprechen.

Als Beispiel sei genannt, dass bspw. der Bogen „Uskang“ früher nur ein Low-Level-Item war, welches man schnell vergessen hat. Jetzt kann dieser auch als High-Level-Item fallen, bspw. Level 60-Eigenschaften haben und eine Alternative darstellen. Auch wurden die Spezial-Eigenschaften der Legendaries überarbeitet. Beim Flechtring gab es damals bspw. den Bonus, dass selten mal ein Schatzgoblin auftaucht, den man dann nach Lust und Laune verprügeln durfte. Findet man den Ring in Loot 2.0, hat man den Schatzgoblin als dauerhaften Begleiter, der eine gewisse Anzahl an weißen Items aufsammelt und dann irgendwann ein Rare-Item fallen lässt, sogar mit einer Chance auf ein Legendary. Es lohnt sich natürlich auch, die blauen und weißen Items aufzusammeln, da diese zu wertvollen Crafting-Materialien verarbeitet werden können, was später im Addon eine große Rolle spielt.

Paragon? It’s over 9000!

Eine weitere große Änderung in Diablo 3 ist das neue Paragon-System (Paragon 2.0 – wer hätte das gedacht). Man bekommt jetzt bei einem neuen Paragon-Level die Möglichkeit, diverse Skill- oder Attributpunkte zu verteilen. Hierbei ist es auch eine tolle Sache, dass die Paragon-Level jetzt charakterübergreifend sind. Sprich all eure Charaktere haben das gleiche Paragon-Level, haben aber einen separaten „Skill-Tree“, wenn man ihn so bezeichnen kann. Diesen kann man aber nach Belieben resetten. Anfangs hatte ich aber doch so kleine Probleme, da meine bisher gesammelten Paragon-Attribute weggenommen wurden. Daher hatte ich doch einen geringeren DPS-Wert. Weiterhin haben mir knapp 10000 Leben gefehlt, welche ich mir erst wieder „erarbeiten“ musste. Es gibt übrigens keine End-Paragon-Level mehr.

Mehr Skill für alle!

Weiterhin haben alle Charaktere auch eine komplette Skill-Überarbeitung bekommen. Damit wird Diablo 3 an sich ausgeglichener. Ich möchte hier auch nicht auf die einzelnen Skills eingehen, da dies hier den Rahmen sprengen würde. Außerdem dürft ihr das selber herausfinden. Durfte ich ja schließlich auch. So! Aber mal ernsthaft, die Skillungen von vor dem Patch, wie zum Beispiel vom Wirbelwind-Barbaren, Archon- oder Cold-Mage funktionieren nicht mehr. Das finde ich persönlich sehr gut. Es lohnt sich auch endlich wieder, alle Klassen zu spielen, da sie sich jetzt auf ähnlichem Niveau befinden. Selbst der ziemlich unbeliebte Dämonenjäger.

Noch immer kein Schlag ins Gesicht!

Diablo 3 hat auch nicht mehr die altbekannten Schwierigkeits- und Monsterstärkestufen. Es gibt nur noch die Schwierigkeitsgrade Normal, Schwer, Profi, Meister und Qual. Letzteres hat aber, ähnlich den alten Monsterstärkestufen, sechs „Unter-Schwierigkeitsgrade“. Hier stößt es mir etwas sauer auf. Denn Qual VI ist leider immer noch nicht der Schwierigkeitsgrad, der mir die Grenzen aufweist. Natürlich können die Elite- Gegner echt schwer sein (erst recht mit den neuen Affixen), aber es ist noch immer nicht das, was Inferno zu Anfangszeiten von Diablo 3 war. Wo man ankam und einfach keine Sonne gesehen hat. Sowas vermisse ich echt! Ich möchte virtuell regelrecht die Fresse poliert bekommen und sehen, dass ich noch lange nicht gut genug für das Spiel bin.

Unfertiges Reaper of Souls for free?

Was mich noch ganz gewaltig nervt, ist die Tatsache, dass ich ständig mit Reaper of Souls konfrontiert werde. So habe ich im Menü schon ausgegraut, die Reaper of Souls Spielmodi. Auch sehe ich schon die Skills für Reaper of Souls. Man wird quasi dazu gezwungen, sich das Diablo 3 Addon zu kaufen. Ich werde es natürlich tun (euer Plan geht auf Blizzard), aber ich finde das echt schon eine Sauerei. Es fühlt sich an, als hätte ich Reaper of Souls schon auf dem Rechner und muss es nur noch durch den Key aktivieren. Aber was mich am meisten ankotzt ist, dass ich dadurch in meiner Spielweise eingeschränkt werde. Ich kann zum Beispiel keine Amulette mehr craften. Die alten dafür benötigten Materialien wurden durch andere ersetzt, welche man aber erst im Addon finden kann. Da fallen die Bugs, dass man schon Kreuzritter- oder Level 60+-Items finden kann nicht weiter in die Waage.

Fazit: Alles in allem ist der aktuelle Patch für Diablo 3 sehr gelungen. Das Fieber hat mich zurück und ich kann es kaum erwarten, endlich das Addon zu spielen! Diablo spielt wieder ganz oben mit. Ich finde es klasse, wie weiterhin an dem Spiel gearbeitet wird, denn die Konkurrenz schläft nicht.


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Über den Author: Lachdanan

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