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Urteil: Battlefield 3 Aftermath

am 13.12.2012

BF3 Aftermath Stadt (quelle: EA)
Premium-Spieler sind schon fleißig beim Zocken, die Normalos müssen sich noch bis nächste Woche gedulden. Das könnte letzteren schwer fallen, denn das neue Battlefield-DLC Aftermath ist besser als vermutet. Perfekt entworfene Maps, markerschütternde Erdbeben im unpassendsten Augenblick und eine mittelalterliche Waffe, die alles durcheinanderbringt.

Nachdem sich Close Quarters auf den Infanteriekampf beschränkte und Armored Kill ein Fest für die Panzerfahrer war, kommen bei Aftermath alle Vorlieben gleichsam zum Zuge. Die vier neuen Karten sind zwar sehr urban, lassen aber auch Raum für Fahrzeugmanöver. Das Design der Maps ist in zweierlei Hinsicht perfekt gelungen. Erstens sind sie sehr atmosphärisch, man fühlt sich tatsächlich wie in einem Erdbebengebiet. Alles ist zerstört, Straßen sind aufgebrochen und Lastwagen umgekippt. Noch dazu sehen auch die Soldaten jetzt sehr mitgenommen aus. Sie sind schmutzig, abgekämpft und haben blutende Platzwunden. Die Maps sind aber auch intelligent designt. Die Flaggen sind sehr gut im Raum verteilt und bieten abwechslungsreiche taktische Möglichkeiten zur Flankierung, zum Hinterhalt oder zum Sturmangriff mit Panzerunterstützung. Die Trümmer bieten der Infanterie viel Deckung, hindern aber auch oft die Sicht. Darüberhinaus gibt es viele Stellen, an denen die Vertikale eine Rolle spielt. Angriffe von erhöhten Positionen aus sind in Aftermath an der Tagesordnung und stellen selbst geübte Spieler vor eine ungewohnte Herausforderung. Ein cooles Gimmick sind die Nachbeben auf der Map „Epizentrum“. Gerade, wenn man einen Gegner im Visier hat, rumpelt plötzlich der ganze Bildschirm und wirft die Attacke über den Haufen.

BF 3 Aftermath Rhino (quelle: EA)

Neben den neuen Maps gibt es auch einen neuen Spielmodus, eine neue Waffenart und drei neue Fahrzeuge. Letztere sind auf den ersten Blick nicht besonders aufregend, doch haben sie durchaus ihren Reiz. Jede Fraktion erhält zunächst einmal einen Jeep mit aufgebautem Granatwerfer. Dieser kann – geschickt platziert – als flexible Stellung dienen, die außerordentliche Feuerkraft aufweist. Allerdings sind die Schützen natürlich anfällig für gezielten Beschuss. Der Do-it-yourself-Jeep Rhino hingegen erlaubt es dem Fahrer, das aufmontierte MG selbst zu bedienen. Es braucht also kein Teamwork mehr und mit einem Rhino wird man im Handumdrehen zum schnellen und immerhin etwas geschützten MG-Nest auf Rädern. Vorsicht ist allerdings geboten, denn der Rhino ist nur unzureichend gepanzert und man wird recht häufig einfach aus der Fahrerkabine geschossen, wenn man nicht schnell genug unterwegs ist.

BF3 Aftermath Armbrust (quelle: EA)

Unter der neuen Armbrust hatten sich viele nur so etwas wie ein extravagantes Scharfschützen-Utensil für mittlere Distanzen vorgestellt. Tatsächlich ist das Ding aber sehr flexibel. Es gibt verschiedene Pfeilarten für unterschiedliche Entfernungen, einen Sprengsatz sowie einen Sensorpfeil, der Gegner markiert. Somit bringt die Armbrust, die für jede Klasse verfügbar ist, gewisse taktische Vorteile, die manch eine Klasse vorher nicht hatte. War ein Scharfschütze bislang gegenüber Fahrzeugen so gut wie wehrlos, so sieht das mit Sprengpfeilen schon anders aus. Mit einem Panzer sollte man sich jedoch trotzdem nicht anlegen. Hat man die Armbrust mit Zielfernrohr freigespielt, so hat auch ein Support-MG-Schütze im Notfall eine Option für den Fernkampf.

BF3 Aftermath Explosion (quelle: EA)

Der neue Spielmodus „Scavenger“ erinnert ein wenig an den „Waffenmeister“-Modus aus Close Quarters, nur dass man sich nun neue Waffen nicht erspielen kann, sondern sie finden muss. Das geht in mancher Runde zu einfach und mal verzweifelt man fast, weil irgendwie alle besser ausgerüstet sind als man selbst. Der Modus passt in das Setting der vom Erdbeben überraschten Soldaten, doch ist nur eine nette Abwechslung nebenbei. In der Regel spielt man auch die Aftermath-Karten als Conquest oder Deathmatch.

Fazit: Aftermath macht richtig Laune und beweist, dass sich die Jungs von Dice auch im vierten DLC noch richtig Mühe geben. Wir sind gespannt auf Endgame.

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Über den Author: Cage
Cage ist der Strategie-Experte bei Computerspiele.com und außerdem bekennender FIFA-Fanboy.

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