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Urteil – Assassin’s Creed: Black Flag

am 27.11.2013

Assassin’s Creed geht in die nächste Runde. Nach dem etwas mauen dritten Teil, könnt ihr nun in Assassin’s Creed: Black Flag als Pirat mit eurem eigenen Schiff und einer Piratenlieder trällernden Mannschaft Unruhe stiften. Assassin's Creed Black Flag - Logo (Quelle: Ubisoft)
Wir haben das Piratenabenteuer für euch unter die Lupe genommen.

Assassin’s Creed hat damals eingeschlagen wie eine Bombe. Ubisoft hatte mit dem “Meuchelmörder-Simulator” ein ganz heißes Eisen im Feuer, das auf Teufel komm raus gemolken wurde, um so viel Kohle wie möglich zu scheffeln. Dadurch hat sich die Serie relativ schnell in Belanglosigkeit verlaufen, von ihrem Erfolg aber trotzdem nichts eingebüßt. Mit Assassin’s Creed: Black Flag weht jetzt aber ein frischer Wind durch das Assassin’s Creed Universum und haucht der Serie neues Leben ein. Zumindest wenn es um die Momente geht, die in Assassin’s Creed: Black Flag rein gar nichts mit dem Assassin’s Creed Gameplay zu tun haben. Ansonsten bleibt leider alles beim Alten.

Schöne neue Welt mit altem Gameplay

Ubisoft serviert uns in den Assassins’s Creed Spielen seit Jahren immer das gleiche Gameplay. Das hat sich auch in Black Flag nicht geändert. Nur, dass diesmal das Drumherum deutlich im Vordergrund steht, und der “Assassin’s Creed Anteil” relativ gering gehalten wurde. Das ist auch gut so. Denn das ganze Drumherum ist der Hauptgrund, warum Assassin’s Creed: Black Flag trotzdem mächtig Laune macht.
Assassin's Creed Black Flag - Ship (Quelle: Ubisoft)
Über die Geschichte möchte ich nicht allzu viel verraten. Außer, dass ihr in die Rolle des Piraten Edward schlüpft und durch die Verkettung widriger Umständen schon bald euer eigenes Schiff quer durchs blaue Meer lenkt. Und genau das ist es, was Assassin’s Creed: Black Flag am besten macht. Denn Black Flag stellt euch relativ zügig eine komplette Welt zur Verfügung, in der ihr nach Herzenslust und mit allen Vor– und Nachteilen Pirat spielen könnt. Vergessen ist das dröge Gameplay der Vorgänger, solange euch der Duft der See in die Nase steigt und eure Mannschaft Piratenlieder schmettert, während ihr die See unsicher macht. Und was für eine großartige See das ist, die Ubisoft da auf den Bildschirm zaubert. Wunderschöne Sonnenuntergänge, gefährliche Stürme, Wale, Delphine und so ziemlich alles, was das Piratenleben lebenswert macht, ist in Assassin’s Creed: Black Flag zu finden. Ihr könnt auf Walfang gehen, andere Schiffe überfallen, Materialien für bessere Ausrüstung sammeln und natürlich nach Schätzen suchen. Und das ist noch lange nicht alles. Assassin’s Creed: Black Flag bietet noch viel mehr Nebentätigkeiten, die ich euch hier nicht spoilern möchte.

Allerdings haben auch diese Nebentätigkeiten mit den typischen Assassin’s Creed Symptomen zu kämpfen. So unterhaltsam es auch sein kann, auf große Abenteuer-Tour zu gehen, so monoton werden leider auch die Nebenaufgaben im Verlauf des Spiels. Das ist aber eine “Krankheit”, mit der die meisten Open World Spiele zu kämpfen haben, und diese ist in erster Linie der extrem langen Spielzeit zu verschulden.
Assassin's Creed Black Flag - Edward (Quelle: Ubisoft)
Assassin’s Creed bindet relativ gekonnt Gameplay Elemente aus allerlei anderen Spielen in die Serie mit ein, um für so viel Abwechslung wie möglich zu sorgen. So habt ihr unter anderem, die Möglichkeit auf Jagd zu gehen, um aus den verschiedensten Tier-Einzelteilen neue Ausrüstung für Edward zu basteln. Das erinnert zum Beispiel sehr stark an Far Cry 3. Natürlich könnt ihr auch euer Schiff nach Herzenslust pimpen und eine Crew anheuern, um mit eurer gepimpten Kaschemme andere Schiffe zu überfallen. Auch für die Messis unter euch ist gesorgt. Denn in Assassin’s Creed: Black Flag gibt es so viel Kram zu sammeln, dass es eine wahre Freude ist. Zumindest für Zocker, die auf so etwas stehen. Alle anderen werden von den ewig blinkenden Gegenständen, die überall rumliegen, ziemlich schnell genervt sein.

Im Großen und Ganzen ist die karibische Welt aber wunderschön, lädt zu ausgedehnten Piratenabenteuern ein, hält aber leider auch die Hauptgeschichte und das damit einhergehende Assassin’s Creed Gameplay parat. Womit wir bei dem Teil des Spiels wären, auf den ich auch gut und gerne verzichten könnte.

Und schon wieder werde ich aus meinem Abenteuer gerissen.

Auch in Assassin’s Creed: Black Flag verschlägt es euch hin und wieder in die langweilige Gegenwart. Auch hier werde ich von der Story nichts verraten. Naja, außer, dass sie genauso an den Haaren herbeigezogen ist wie schon in den Vorgängern. Wie dem auch sei. Diesmal spielt ihr diese Momente aus der Egoperspektive und könnt wie immer durch Dokumente oder Computer schnüffeln, um mehr über das Assassin’s Creed Universum zu erfahren. Ich habe das Interesse an dem Assassin’s Creed Universum allerdings schon im zweiten Teil der Serie verloren. Deshalb musste ich mich kurz darüber belesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass es für mich reine Zeitverschwendung ist, da ich einfach nur als Pirat weiter zocken möchte. Und das ist diesmal auch kein Problem, da ihr nur relativ selten und recht kurz in die harsche Gegenwart zurückgeholt werdet.
Assassin's Creed Black Flag - Menue (Quelle: Ubisoft)
Tja, und dann ist da ja noch die Hauptgeschichte. Hier zeigt sich dann wieder einmal, dass am eigentlichen Gameplay nicht viel geändert wurde. Das mag vielen Zockern gefallen, mich nervt es allerdings langsam. Wieder latsche ich viel zu lange irgendwelchen Leuten hinterher, um sie zu belauschen. Wieder stibitze ich Schlüssel. Und wieder flitze ich über Dächer, auf denen lauter Wachen stehen, die genauso gut rennen können wie ich. Und über das Kampfsystem gibt es auch nicht viel zu sagen. Ihr drückt, wie auch schon in den Vorgängern, zu Beginn des Spiels genau den gleichen Knopf wie am Ende eures Abenteuers. Das ganze fühlt sich wie eine holperigere, einfachere Version des Kampfsystems der Batman Arkham Reihe an. Nur, dass es mir hier keinen Spaß macht und langweilig ist. Auch die Möglichkeiten euch zu verstecken oder für Ablenkung zu sorgen, wurden nur marginal verändert.

Immerhin ist die Geschichte um Edward aber recht unterhaltsam, hat einige nette Momente zu bieten und hält den ein oder anderen interessanten Charakter parat. Trotzdem erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich mich nach dem Piratenanteil des Spiels sehne und frage mich andauernd, ob Black Flag nicht ohne den Assassin’s Creed Namen besser gefahren wäre.

Ich möchte mehr von dem Piratenabenteuer

Und viel weniger Assassin’s Creed. Am besten gar kein Assassin’s Creed und nur Piratenabenteuer. Assassin’s Creed: Black Flag steuert die Serie in eine interessante Richtung. Weniger Assassin’s Creed und mehr Open World Gameplay sind genau die Dinge, die die Serie gebraucht hat. Natürlich finden sich auch in Black Flag alle Merkmale eines Assassin’s Creed Spiels wieder. Egal ob der Multiplayer-Modus, das Free Running System oder die viel zu leichten Kämpfe. Alles ist genauso wie man es kennt, nur eben in einer riesigen offenen karibischen Umgebung. Würde es nicht noch das ganze Piraten-Drumherum geben, hätten wir es hier wieder nur mit einem typischen Assassin’s Creed zu tun.
Assassin's Creed Black Flag - Town (Quelle: Ubisoft)
Allerdings sorgt gerade die riesige offene Welt mit ihren unzähligen Möglichkeiten dafür, dass das Karibikabenteuer um Edward und seine Mannschaft zu einem richtig guten Spiel wird. Wunderschöne Grafik, eine dichte Atmosphäre und ein großartiger Soundtrack lassen das Piratenabenteuer unheimlich lebendig wirken. Viel zu tun gab es ja schon immer in den Assssin’s Creed Spielen. Aber hier setzt Ubisoft dem Ganzen die Krone auf. Auch wenn sich mit der Zeit viele Aufgaben gleichen, bekommt ihr mit Assassin’s Creed: Black Flag einen ordentlichen Haufen Spiel für euer Geld.

Ich hoffe jedenfalls, dass Ubisoft sich demnächst auf den Hosenboden setzt und mir genauso ein Piratenabenteuer ohne die Assassin’s Creed Last kredenzt. Bis dahin gibt es aber einen Daumen nach oben für Assassin’s Creed: Black Flag. Und weil es so schön ist, gibt es noch ein lustiges Video gratis dazu.

Einen Daumen nach unten gibt es allerdings für die Mikrotransaktionen, die sich auch in diesem Vollpreis-Titel wiederfinden. Auf die komme ich ja eh nicht klar. In Free2Play Spielen ist so etwas vollkommen in Ordnung, aber in einem Vollpreis-Titel, hat der Mist einfach nichts zu suchen.


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Über den Author: Skrei
Skrei ist ein RPG-Fanatic und ist auch dem ein oder anderen Indie-Spiel gegenüber nicht abgeneigt.

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