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Urteil: Alien Rage

am 08.10.2013

Jetzt ist es also soweit. Polen führt Krieg im Weltraum. Naja, ganz so wild ist es dann doch nicht. Der polnische Entwickler und Publisher City Interactive lässt euch in Alien Rage gegen…nun ja…Aliens in die Schlacht ziehen.
Alien Rage Logo (Quelle: City Interactive)
Glorreiche Schooter-Action, oder doch nur ein Haufen Alien-Grütze? Wir verraten es euch.

Jack hat Muskeln, eine fette Rüstung im Gears of War Stil und haut seine Macho-Sprüche mit einer ordentlich grummeligen Stimme raus. So viel erst mal zur Charakterentwicklung. Ach ja, der gute Mann kann recht ordentlich mit Waffen umgehen. Das ist auch dringend nötig, denn wer sich auf einem Asteroiden mit den Aliens um seltene Mineralien zankt, der muss seinen Argumenten hin und wieder mit Waffengewalt etwas Nachdruck verleihen. Mehr Story gibt es nicht und wird bei Alien Rage auch gar nicht benötigt. Denn Alien Rage ist dumpfes Geballer, wie es dumpfer nicht sein könnte. Das mag bei Spielen wie Serious Sam funktionieren, geht bei Alien Rage aber wegen vieler kleiner Macken ordentlich in die Hose.

In gradlinigen Levels ballert ihr euch wie ein Bekloppter durch immer gleich aussehende Alien Horden und langweilige Umgebungen, nur um im nächsten Level den gleichen Spaß von vorn zu beginnen. Denn Abwechslung gibt es bei Alien Rage nicht. Ihr ballert mit recht wuchtigen Kawenzmännern auf Gegnern oder rein zufällig platzierten explosiven Fässern rum, um die langweiligen Level endlich hinter euch zu bringen. Dabei ist der Gedanke, ein Oldschool-Shooter auf die Menscheit loszulassen, ja nicht mal schlecht. Allerdings sollte man sich beim Waffen-, Level- und Charakterdesign schon etwas mehr Mühe geben, damit der Spieler nicht ein Déjà-vu- Erlebnis nach dem nächsten bekommt.

Aber immerhin kann man Punkte sammeln, um seinen “Helden” etwas zu verbessern. Allerdings sind die Upgrades ungefähr so interessant wie ein brauner Stuhl, der vor einer gelben Wand steht. Größere Magazine, schnellere Heilung oder mehr Durchschlagskraft sind Upgrades, die man aus jedem zweitklassigen Shooter kennt und schon da nicht besonders spannend fand. Immerhin kann man dem 20 Euro Titel zugutehalten, dass er durch die Unreal Engine 3 recht ordentlich ausschaut. Besonders die Lichteffekte sind nicht von schlechten Eltern und tauchen die monotone Ballerei in stimmungsvolles Licht.

Einen überflüssigen Multiplayer-Modus gibt es übrigens auch noch. Wer nach der knapp sechs Stunden langen Kampagne noch immer nicht genug hat, der kann entweder im Teamdeathmatch- oder Deathmatch-Modus weitermachen. Da die meisten Server aber leer sind und der ganze Spaß überflüssig ist und nichts Besonderes zu bieten hat, wird im Multiplayer-Modus auf Dauer wohl auch nicht viel passieren.

Alien Rage ist ein unterdurchschnittliches Spiel, das sein Vorhaben ein kultiger Oldschool-Shooter zu sein, meilenweit verfehlt. Der Grund dafür ist die fehlende eigene Identität. Entweder mache ich einen Oldschool-Shooter mit allem was dazugehört, oder ich zaubere einen modernen Shooter auf den Bildschirm. Beides zuammen klappt in den meisten Fällen leider nicht. Wenn schon Oldschool, dann bitte ohne selbstregenerierende Heilung, sondern mit den guten alten Healthpacks. Dazu noch Level die schick aussehen und zum Erkunden einladen, Waffen die Spaß machen und Action die “over the top” ist und nicht nur aus zwei Aliens und explodierenden Fässern besteht.

Denn der einzige Rage-Modus in den ich schalte, ist der wütende Deinstallations-Modus.
Da hilft auch das ganze Blut und die Freigabe ab 18 Jahren nicht. Alien Rage ist in meinen Augen ein halbherziger Versuch, unter dem Deckmantel des Oldschool-Shooters, schnell mal etwas Kohle einzutüten. Unzählige Bugs und regelmäßige Abstürze gibt es übrigens gratis dazu.

Schnappt euch lieber Hard Reset, Shadow Warrior oder irgendeinen der Serious Sam Teile. Damit seid ihr um Längen besser bedient.


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Über den Author: Skrei
Skrei ist ein RPG-Fanatic und ist auch dem ein oder anderen Indie-Spiel gegenüber nicht abgeneigt.

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