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Spiele unseres Lebens – Diablo 1

am 24.01.2013

Diablo 1 – Wir schreiben das Jahr 1997, das wohl wichtigste Jahr für uns ARPGler. Blizzard North brachte uns eines der wichtigsten PC-Spiele unserer Zeit!



Ich erinnere mich noch sehr genau: Damals waren wir immer noch in Besitz eines 486 DX2 mit 66 MHz. Der RAM wurde zwischenzeitlich auf 16 MB aufgerüstet und zusätzlich schlummerte eine Cirrus Logic Grafikkarte im Gehäuse. Der Umzug von Windows 3.11 zu Windows 95 war schon lange vollzogen. Mein Vater dachte sich, dass es Zeit für ein neues Spiel wird.

Megarace und Nascar Racing wurden auf Dauer dann doch langweilig. Diablo 1 las sich wirklich gut. Die Mindestanforderungen wurden scheinbar nicht erfüllt (Intel Pentium mit 60 MHz, aber wir hatten ja die 66 MHz. Mein Vater meinte, es muss reichen. Und es reichte…). Meine Eltern verbrachten Stunden mit diesem Spiel. Anfangs durfte ich nur zusehen (FSK-16, ich war 11). Als ich früher nach der Schule nachhause kam und meine Eltern noch nicht da waren, habe ich mich ran gesetzt und deren Spielstände weitergespielt. Dank fehlendem Autosave ging es ganz gut. Irgendwann durfte ich auch selber spielen, da ich so viel gesehen habe, dass das in Ordnung ginge. Es wurde eine herrliche Zockerzeit. Meine schulischen Leistungen litten komischerweise nicht wirklich darunter (das kam erst später). Zeit sich zurück zu erinnern!

Das gute alte Tristram! Hier fing alles an! Damals ist es noch völlig unberührt von Diablos Schergen geblieben. Es fanden sich dort eine Anzahl an sehr charakterstarken NPCs:
Farnham the Drunk: War den ganzen Tag betrunken und quatschte eigentlich fast nur Müll. Er hatte seine Abenteuer, die er erlebt hat, nie wirklich verarbeitet.
Cain the Elder (Deckard Cain): Ein sehr weiser Mann! Er identifizierte mir in Diablo 1 auch Gegenstände, leider nicht unentgeltlich.
Pepin the Healer: Überraschenderweise heilte er mich und das sogar gratis. Zusätzlich hatte er auch einen kleinen Shop, in dem es Tränke und später Elixiere gab. Ich war mir nie ganz sicher, ob er eine Frau oder ein Mann war.
Adria the Whitch: Diese alte Frau konnte ich noch nie wirklich leiden, was in Diablo 3 nochmal bekräftigt wurde. Sie ist unfreundlich und viel zu weit weg von den anderen NPCs, hatte aber alles, was das Magierherz begehrte.
Gillian the Barmaid: Böse Zungen behaupteten, sie ging in Tristram dem ältesten Gewerbe der Welt nach.
Griswold the Blacksmith: Ein brubbeliger Mann! Er war der Dorfschmied und die für mich wichtigste Person in Tristram. Verkaufte Waffen und Rüstungen und reparierte Gegenstände. Diablo 1 sollte nicht der einzige Teil sein, in dem er vorkommen würde.
Ogden the Tavern Owner: Tja, wer nichts wird, wird Wirt. Genau wie dieser Typ! Ist aber immerhin Questgeber.
Wirt the peg-legged Boy: Dieser fiese kleine Mistkerl klaute sich Items zusammen und verkaufte sie zu überhöhten Preisen.

Natürlich spielte ich immer den Krieger. Wenn man ihn gut auf Magie geskillt hatte, konnte er so gut wie jeden Skill lernen. Dies geschah durch Bücher, die man in den Weiten der Unterwelt fand.
Meine erste Tat in Diablo 1 war es, mit sämtlichen Leuten zu quatschen. Ich möchte sagen, dass ich dadurch sehr viel Englisch gelernt habe. Auf dem Weg zur Kathedrale traf ich meist auf einen schwer Verwundeten (Quests sind Random), der mir noch kurz vor seinem Tod sagt, dass ich den „Butcher“ töten soll, weil dieser der Übeltäter war. In der Kathedrale begann dann das fröhliche Monsterschnetzeln, Looten und Leveln. Skelette, Gnome, Riesenratten und Zombies begegneten meiner Klinge. Gold und diverse Gegenstände waren, zusätzlich zu den Erfahrungspunkten, mein Lohn. Im zweiten Level fand ich dann einen Raum, der mit Leichen nur so übersät war. Beim Öffnen der Tür erklang es „Arrr, fresh meat!“, dann setzte es drei Schläge vom „Butcher“ und mein Charakter war Geschichte. Es gab einfach keine Chance ihn zu besiegen. Also hieß es: weiterspielen und später zurückkommen. Dieses Prinzip hat sich als erstaunlich wirksam bewiesen. Nur leider war der Loot dann verhältnismäßig schwach.

Aber ich spielte weiter und fand irgendwann mein erstes Unique (Aguinaras Hatchet) außerhalb einer Quest. Das heizte die Sammelwut ungemein an, was Diablo 1 auch am meisten ausmacht. Nach gefühlten 12 Millionen verprügelten Gegnern stand ich endlich vor ihm: Diablo! Ein wirklich fieser Brocken, der ständig kleine Feueratompilze (Apocalypse) auf meinen Char gezaubert hat. Ich weiß nicht, wie oft ich meinen Spielstand geladen hatte und was ich für Ausdrücke meinem Monitor entgegen geworfen habe, aber irgendwann habe ich ihn dann doch gelegt. Was war der Lohn? Nix, kein Loot, einfach nichts! Denn nach Diablos Tod kam sofort der Abspann. Ich habe ihn nie verstanden! Mein Held nimmt sich Diablos Seelenstein und rammt ihn sich selbst in den Schädel. Warum? Übrigens war es im Abspann immer der Krieger, egal mit welchem Charakter man gespielt hatte. Erklärt wurde es später damit, dass die anderen Charaktere quasi die Begleiter vom Krieger waren. Aha…

Hellfire

Nicht einmal ein Jahr später erschien das Addon für Diablo 1 (Hellfire). Dies kam damals von Sierra Entertainment. Da scheiden sich ja die Geister. Während ich den ersten Teil des Addons („Nest“) eher mittelmäßig fand, fand ich den zweiten Teil (die Krypta) großartig, wozu auch die extrem gute Musikuntermalung beigetragen hat. Am Ende wartete ein Gegner, der mitunter noch härter als Diablo selbst war. Aber man bekam Loot! Viel Loot! Das war nämlich der einzige Gegner im Spiel, der nach seinem Ableben mehr als nur einen Gegenstand fallen gelassen hat. Mit dem Addon kam noch ein Charakter (Mönch) dazu, den ich aber nie gespielt habe. Das Beste an Hellfire war aber die Erstellung einer bestimmten Textdatei im Hauptordner. Dadurch wurden zwei neue Charaktere freigeschalten und es gab zwei zusätzliche und besondere Quests:

The Jersey’s Jersey: Der Questgeber für die Hellfire-Quest sah plötzlich aus wie eine Kuh und wurde in „Complete Nut“ umbenannt. Er bat mich doch darum, dass ich ihm sein Esels- und Elchkostüm wiederbringe. Seine Kuhrüstung war unser Lohn. Und die war nicht von schlechten Eltern.
Little Girl: Wenn man einmal im Nest gewesen ist, erschien ein kleines Mädchen. Sie heulte mir die Ohren voll, dass sie ihren kleinen Teddy verloren hat. Es galt, ihn ihr wieder zu bringen. Der Lohn war ein zufälliges Amulett.

Ich denke noch heute gerne an Diablo 1 zurück und würde es liebend gern nochmal zocken, doch leider macht einem aktuelle Hard- und Software einem einen Strich durch die Rechnung. Wer einen Weg weiß, bekommt meine ewige Dankbarkeit und darf meinen Loot einsammeln, wenn ich eines Tages das Zeitliche segne.


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Über den Author: Lachdanan

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