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Skreis Gebrabbel: 2015 kann ja nur besser werden

am 06.01.2015

Da ich ein fauler Hund bin und keine Lust hatte eine Top 10 Liste für 2014 zu erstellen, bringe ich hier mal kurz meine Gedanken zu 2014 zu „Papier“ und sage euch auch gleich noch, worauf ich in 2015 besonders gespannt bin.Assassins Creed Unity (Quelle: Ubisoft)

2014 war ja nicht unbedingt eine Sternstunde des Gamings. Ubisoft hat mit Assassins Creed: Unity, Far Cry 4 und Watch Dogs gleich drei Spiele herausgebracht, die mehr durch ihre Bugs von sich Reden gemacht haben, als durch ihre Qualität. Das seit Jahren viel zu heftig gehypte Watch Dogs ist lediglich ein nettes Open World Spiel geworden, das weder – wie versprochen – revolutionär, noch wirklich imposant ist und zu allem Überfluss auch noch ein gewaltiges Grafik-Downgrade und einen beschissenen PC-Port spendiert bekommen hat.

Die zwei Flagschiffe Assassins Creed: Unity und Far Cry 4 sind auch nichts weiter als Kopien ihrer Vorgänger, inklusive unzähliger Bugs, die dafür gesorgt hatten, dass beide Spiele teilweise unspielbar waren. Und von dem Open World Rennspiel The Crew fang ich erst gar nicht an. Auch hier hat Ubisoft wieder mal ein gutes Konzept nur halbherzig umgesetzt.

Es ist schon bezeichnend und zeugt von sehr wenig Respekt gegenüber den Zockern, wenn man mal überlegt, mit wie vielen verbuggten, qualitativ miserablen und einfach unfertigen Spielen wir uns in 2014 herumschlagen mussten. Es muss momentan unheimlich angesagt sein, Spiele nicht ausgiebig zu testen, nur, um sie zu irgendeiner Deadline den Spielern unfertig vor die Füße zu schmeißen und danach notdürftig zurecht zu patchen. Ich kann jedenfalls nur noch den Kopf schütteln, wenn ich sehe, wie viel Müll von großen und kleinen Publishern/Entwicklern und vor allem von Steam (Early Access) auf den Markt geschmissen wird. Und dieser Trend ist nicht nur auf dem PC zu bestaunen, sondern hält langsam aber sicher auch in die Welt der Konsolen Einzug.

Mal ganz abgesehen davon, dass es momentan sowieso keine Spiele gibt, die den Kauf einer „Next Gen“ Konsole rechtfertigen, laufen die meisten Titel eh miserabel, sind überflüssige Remasters (und ja, dazu gehört auch The Last Of Us) oder irgendwelche Indie-Games, für die ich keine sogenannte Next Gen Konsole brauche. Ich habe meine Xbox One und meine Playstation 4 seit einer Ewigkeit nicht mehr angefasst, da es für mich einfach keine vernünftigen neuen Spiele gibt, die ich unbedingt zocken möchte.

Und von einem 60 FPS und Full HD Standard, wage ich bei den neuen Konsolen nicht mal zu träumen. Das ist aber halb so wild, denn dafür habe ich ja den PC.

Aber zum Glück war in 2014 nicht alles schlecht, und es gab auch eine ganze Menge netten Kram, mit dem ich mir die Zeit vertrieben habe. Divinity: Original Sin konnte all meine feuchten Old School RPG Träume restlos erfüllen und hat neben Grim Dawn, Path of Exile und der Diablo 3 Erweiterung Reaper of Souls sogar noch meine Loot-Sucht kompetent befriedigt. Dark Souls 2 war zwar nicht der erhoffte Überflieger, hat aber dennoch eine Menge Spaß gemacht und wurde durch den großartigen DLC sogar nochmal qualitativ aufgewertet. Meine Vorfreude auf Bloodborne wurde durch Dark Souls 2 jedenfalls mächtig angeheizt. Positiv überrascht wurde ich auch vom Orkabschlachte-Simulator Schadow of Mordor, den ich wohl etwas voreilig als Assassins Creed Klon abgestempelt hatte. Denn Shadow of Mordor sieht nicht nur richtig gut aus und hat mir mehr Spaß gemacht als Assssins Creed, sondern hat durch das Nemesis-System auch noch ein bisschen frischen Wind in das recht angestaubte Open-World-Konzept gebracht.
Shadow of Mordor - Logo (Quelle: Warner Bros. Interactive Entertainment)
Dann wäre da noch das nette Single-Player RPG Dragon Age: Inquisition, das schick anzusehen ist, sich tierisch nach einem MMO anfühlt und einen Multiplayer-Modus für die Kampagne schwer vermissen lässt. Ach ja, Spaß hat Dragon Age: Inquisition trotzt der ganzen Bugs natürlich auch gemacht.

Meine großen Favoriten waren aber Shovel Knight, das mit unheimlich viel Liebe zum Detail und absolut tightem Gameplay überzeugen konnte, das großartige The Banner Saga, das viel zu wenig beachtete Endless Legend, Wolfenstein: The New Order und Lords of The Fallen. Letzteres hatte zwar mit einigen Schwierigkeiten (Bugs, Performance und Balancing) zu kämpfen, konnte mich durch den leckeren Art Style und das kompetente Gameplay aber trotzdem bis zum Ende fesseln. Ach ja, das Survival-Spiel This War of Mine sollte man auch unbedingt gezockt haben.
This War of Mine - Logo (Quelle: 11 bit studios)
Die meiste Zeit habe ich aber komplett unerwartet mit der neuen World of Warcraft Erweiterung Warlords of Draenor verbracht. Nachdem ich World of Warcraft nach Cataclysm deinstalliert und auch eigentlich nicht mehr auf dem Schirm hatte, habe ich aus Neugier einfach mal in die neue Expansion reingeschnuppert, um zu sehen, was sich so alles in Azeroth getan hat. Natürlich ist World of Warcraft immer noch das gleiche Spiel wie vor zwei Jahren, aber trotzdem fühlt es sich durch die vielen Neuerungen und kleinen wie auch großen Tweaks recht frisch an. Ich habe jedenfalls eine Menge Spaß mit dem Spiel und werde bestimmt noch einige Stündchen weiterzocken.

Aber was ist eigentlich mit 2015? Ich werde mich in diesem Jahr wohl einfach mal überraschen lassen. Neben The Witcher 3, Bloodborne, The Banner Saga 2 und evtl. noch No Mans Sky gibt es eigentlich nichts, worauf ich unheimlich gespannt bin. Wenn mich 2014 etwas gelehrt hat, dann ist es wohl die Tatsache, dass man in der Gaming-Welt absolut keine Erwartungen haben sollte. Also werde ich einfach mal abwarten, was die großen und kleinen Studios für mich in petto haben.

Vielleicht werden Bloodborne und The Witcher 3 ja absolut beschissen, und das neue Call of Duty strotzt nur so vor Innovation. Vielleicht räumt Steam endlich mal, zum Wohle aller Zocker, sein komplett vermülltes Angebot auf und wir bekommen weniger verbuggte und unfertige Spiele für unsere Kohle. Vielleicht sind die Zocker aber auch einfach nicht mehr so dumm und bestellen irgendwelche Spiele schon ein Jahr vor Release vor, kaufen keine Season Pässe für viel zu überteuerten und contentarmen DLC mehr und geben den Publishern und Entwicklern so zu verstehen, dass sie ihren Job mal wieder ordentlich machen sollen.

Oder, und mir ist sehr bewusst, dass ich mich hier unheimlich weit aus dem Fenster lehne, vielleicht kann ich ja auch mal ein Spiel komplett durchzocken, ohne dass ich dabei von unzähligen Bugs und Problemen geplagt werde.

Man wird ja wohl noch träumen dürfen.


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Über den Author: Skrei
Skrei ist ein RPG-Fanatic und ist auch dem ein oder anderen Indie-Spiel gegenüber nicht abgeneigt.

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