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Skreis Gebrabbel: Kein Spaß mehr an JRPGs?!

am 15.10.2013

Eigentlich wollte ich ja ein Urteil zu Agarest: Generations of War schreiben. Allerdings wird daraus diesmal leider nichts, denn ich konnte mich nicht so recht dazu durchringen, das Spiel länger als 50 Minuten zu zocken.
Agarest Logo (Quelle: Ghostlight)
Warum das so ist, möchte ich euch kurz erklären.

Hier ist noch die Meinung eines Kumpels, der das Spiel ausgiebig gespielt hat.

Agarest: Generations of War ist ein typisch japanisches Strategiespiel im Stil von Disgaea und Final Fantasy Tactics. Fans des Genres werden trotz der altbackenen Präsentation und dem etwas zähen Gameplay ihren Spaß mit dem Titel haben. Grundsätzlich gehen der Sound und das Gameplay in Ordnung, sind aber nichts wirklich Weltbewegendes. Leider erreicht die Grafik aber gerade mal Playstation 2 Niveau und rutscht in manchen Fällen sogar in Playstation 1 Gefilde ab. Dazu sollte man jedoch wissen, dass man es hier mit einem Port zu tun hat, dem ein Spiel zugrunde liegt, das 2008 in Japan erschienen ist und schon da nicht besonders schick ausgesehen hat. Allerdings bietet euch Agarest: Generations of War eine riesige Menge Content, der euch locker über 100 Stunden beschäftigen kann.
Agarest Battle (Quelle: Ghostlight)
Wer also Langeweile hat, auf solche Spiele steht und noch ein paar Euro verprassen möchte, der kann sich das Teil ja zulegen. Wirklich empfehlen kann man es aber nicht, da es zig bessere Alternativen gibt. Allerdings sind diese Alternativen nicht auf dem PC zu finden. Die Zeit totschlagen und dabei noch Spaß haben, kann man mit Agarest: Generations of War aber allemal.

Soviel zu Agarest: Generations of War.

Keine Lust mehr auf JRPGs?!

Eigentlich hatte ich mich auf Agarest: Generations of War gefreut. Ich hatte schon ewig kein oldschool JRPG mehr gezockt und hatte tatsächlich richtig Bock auf das Spiel. Aber schon nach knapp 50 Minuten war die ganze Freude verflogen, und ich konnte mich einfach nicht dazu durchringen, das Spiel weiter zu zocken. So ist mir das in den letzten Jahren immer ergangen, wenn ich versucht habe ein japanisches Rollenspiel zu zocken.

Ich habe das Gefühl, dass kein anderes Genre so gnadenlos stagniert wie die japanischen Rollenspiele. Sicher gibt es hin und wieder Ausnahmen, aber ein Großteil aller Spiele setzt auf alte Mechaniken und immer wiederkehrende Geschichten. Das letzte japanische Rollenspiel, das ich trotzt altbackenem Gameplay durchgezockt hatte, ist Lost Odyssey für die Xbox 360 gewesen. Und an den PC ist beim Thema JRPGs, ja eh nicht zu denken. Fast alle anderen japanischen Rollenspiele, die ich zwischendurch noch ausprobiert hatte, haben sich irgendwie gleich angefühlt und mich dadurch relativ schnell wieder abgeschreckt.
Lost Odyssey Battle (Quelle: Microsoft)
Und dieses Gefühl zieht sich bei mir wie ein roter Faden durch alle Facetten dieses Genres. Egal ob Story, Charaktere, Musik, Special-Moves oder einfach nur die Animationen. Alles kommt mir immer unglaublich bekannt vor und löst ein Déjàvu nach dem nächsten bei mir aus. Deswegen habe ich in kürzester Zeit wieder das Interesse an japanischen Rollenspielen verloren. Vielleicht bin ich ja einfach nur aus dem Genre herausgewachsen und habe deshalb keinen Spaß mehr daran. Was allerdings schade wäre, da dieses Genre ein Großteil meiner Kindheit ausgemacht hat. Außerdem haben mir Spiele wie zum Beispiel Final Fantasy 6 gezeigt, wie gut Storytelling und Charakterentwicklung in Videospielen eigentlich sein kann.

Doch noch Lust auf JRPGs?!

Modernere Spiele wie Dark Souls oder Dragons Dogma zeigen aber auch, dass es heutzutage anders gehen kann. Allerdings sehen diese beiden Titel eher wie westliche Spiele aus und haben nur noch sehr bedingt, etwas mit japanischen Rollenspielen zu tun. Die letzten JRPGs, die mich richtig überzeugen konnten, waren übrigens Dragon Quest IX und einige Persona (Shin Megami Tensei) Teile. Davon sticht allerdings keines durch innovative Weiterentwicklung innerhalb des Genres hervor, sondern viel mehr durch wirklich gutes oldshool Gameplay.
Dark Souls 2 Logo (Quelle: Namco Bandai Games)
Vielleicht brauche ich ja auch gar keine Weiterentwicklung in japanischen Rollenspielen. Es könnte durchaus sein, dass ich nur interessant verpacktes oldshool Gameplay benötige, um wieder Zugang zum Genre zu finden. In dem Fall würde mir sogar eine langsame, schrittweise Weiterentwicklung ausreichen. Hier und da mal mit ungewöhnlichen Spielmechaniken herumexperimentieren oder einfach mal ein komplett anderes Art-Design an den Start bringen. Die typisch japanische Darstellung eines Fantasy-Helden in die Tonne treten und andere Erzählweisen ausprobieren, um neue und interessante Geschichten zu erzählen. Hm…das klingt nicht wirklich nach einer langsamen schrittweisen Entwicklung, sondern viel mehr nach einer Radikalkur.

Wie dem auch sei. Ich gehe einfach mal davon aus, dass ich in erster Linie aus dem Genre herausgewachsen bin. Ob die fehlende Weiterentwicklung des Genres dabei auch eine Rolle spielt? Ganz bestimmt sogar.

Gebt mir doch einfach ein japanisches Rollenspiel mit frischem Gameplay, einem „erwachsenen“ Setting und einer interessanten Geschichte, und ich bin sofort wieder mit an Bord. Außerdem ist es gerade auf dem PC ein Leichtes, Modding und andere “Gimmicks” in die Spiele mit einzubauen, um dem Genre frischen Wind zu verpassen.
Steam Greenlight (Quelle: Steam)
Vielleicht wird ja durch Steams Greenlight noch das ein oder andere innovativere japanische Rollenspiel den Weg auf die PCs dieser Welt finden. Bis dahin haben sich japanische Rollenspiele für mich wohl erstmal erledigt.

So gern wie ich es also gewollt hätte, ich hätte einfach kein objektives Urteil über Agarest: Generations of War verfassen können. Deshalb habe ich es lieber ganz sein lassen, um nicht mit einem viel zu harten und ungerechten Urteil um die Ecke zu kommen.


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Über den Author: Skrei
Skrei ist ein RPG-Fanatic und ist auch dem ein oder anderen Indie-Spiel gegenüber nicht abgeneigt.

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