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Skreis Gebrabbel: Elder Scrolls Online Beta

am 05.03.2014

Ich zocke haufenweise Single Player Rollenspiele und bin mittlerweile auch durch etliche Online-Rollenspiel-Reiche gezogen. Das war für mich am letzten Wochenende Grund genug, mal einen Blick auf die Elder Scrolls Online Beta zu werfen. So richtig glücklich bin ich mit meinem ersten Eindruck des Spiels allerdings nicht.
ESO - Logo (Quelle: Bethesda)

Die Elder Scrolls-Reihe gehört für mich zu den interessantesten und unterhaltsamsten Rollenspiel-Serien innerhalb des Genres. Auch wenn Oblivion und Skyrim viel von der Komplexität eines Morrowind eingebüßt haben, sind sie trotzdem sehr gute Rollenspiele. Deswegen habe ich mich im ersten Moment tierisch über die Vorstellung gefreut, als grimmiger Nord in einem Elder Scrolls-MMO Angst und Schrecken zu verbreiten. Riesige Schlachten, eine noch größere Welt, noch mehr zu tun und noch mehr Geschichten und Abenteuer, die ich diesmal sogar mit meinen Freunden bestreiten kann. Dazu gesellte sich jedoch auch schnell die Angst, dass sich Elder Scrolls Online zu sehr nach einem MMO anfühlt und in typische MMO-Muster verfallen könnte.

Jetzt habe ich endlich die Beta gezockt und bin hin- und hergerissen.

Wieso? Weshalb? Warum?

Warum tanzen die Eidechsen, und wieso hüpfen die Nords so bekloppt durch die Stadt? Wo kann ich den verdammten Chat ausstellen, und warum muss ich schon wieder durch die Gegend rennen, um irgendwelche uninteressanten Aufgaben zu erledigen? Warum sieht die Interaktion meines Charakters mit Gegenständen so grottenschlecht aus, und warum sind die NPCs so uninteressant?
ESO - Nord (Quelle: Bethesda)
Aber immerhin sind die Lichteffekte schick, die Grafik ist nett und das Fertigkeiten-System ist auch recht ordentlich. Trotzdem sind die Quests langweilig und die Dialoge ziehen sich wie Knete in die Länge. Warum zum Teufel hat Bethesda nicht einfach einen Multiplayer-Modus in Skyrim eingebaut? Ich hätte jetzt nämlich richtig Bock, Skyrim zu zocken. Das war mein Erlebnis der Elder Scrolls-Beta.

Elder Scrolls Online: MMO-Feeling vom “Feinsten”

Eins ist mir gleich zu Beginn des Spiels klar geworden. Elder Scrolls Online ist ein MMO und fühlt sich auch auf ganzer Linie danach an. Egal, ob es die Quests sind, oder ob es sich um die Struktur des Spiels handelt. Alles schreit MMO und spielt sich auch ganz genauso. Der größte Minuspunkt findet sich gleich bei der Charaktererstellung.

So mutig die Idee auch ist, die Rassen in verschiedene Allianzen zu unterteilen, so bekloppt ist sie schlussendlich auch. Denn, wenn ich einen Nord spielen möchte und mein Kumpel eine Rasse aus einer anderen Allianz bevorzugt, dann haben wir halt Pech gehabt. Das sorgt gleich zu Beginn für Zähneknirschen. Auf der anderen Seite finde ich das System aber auch ganz cool, denn nur so lässt sich der Konflikt zwischen den Rassen spielerisch vernünftig umsetzten.
ESO - Town (Quelle: Bethesda)
Nachdem ich mich endlich durch das langweilige Tutorial-Gebiet gequält hatte, wurde ich auch schon mit typischen MMO-Aufgaben zugeballert. Geh und wirf diese Dinger auf diese Gegner. Finde fünf davon, töte acht hiervon und quatsch mit dem da, um dann dahin geschickt zu werden. Das ist typische MMO-Kost, die ich aus zig anderen Spielen kenne und die hier genauso langweilig ist wie woanders. Hin und wieder gibt es zwar Dialoge, die recht interessant sind, aber im Großen und Ganzen werden mir unnötige Aufgaben von langweiligen NPCs gestellt. Das alles fühlt sich für mich wie ein typisches MMO im Elder Scrolls-Gewand an. Das mag für andere Leute, die noch nie ein MMO gezockt haben, in Ordnung gehen, bei mir ruft es allerdings nur ein ausgedehntes Gähnen und den Wunsch, Skyrim zu zocken hervor.

Und das ist ein Phänomen, das ich während der Elder Scrolls Beta immer wieder hatte. Ich habe tierisch Bock auf Skyrim bekommen. Denn Skyrim macht vieles einfach besser.
ESO - Sword (Quelle: Bethesda)
Wenn ich in Skyrim zum Beispiel auf Gegner einprügle, dann fühlt sich das auch so an. In ESO habe ich das Gefühl, mit meinem viel zu großen Zweihänder auf einen Luftballon einzudreschen. Es gab übrigens auch keine Hit Detection zwischen meinem Charakter und anderen Spielern, NPCs oder sogar Gegnern. Das soll sich ja mittlerweile geändert haben. Aber ich kann nur von dem letzten Beta-Wochenende sprechen, und da konnte ich durch alle Lebewesen einfach durchlatschen. Und warum kann ich eigentlich nicht tauchen?

Was mir an ESO aber richtig gut gefallen hat, ist die Atmosphäre. Die Stimmung in Elder Scrolls Online ist einfach großartig. Angefangen bei der für MMO-Verhältnisse recht hübschen Grafik, über die Musik bis hin zu den Lichteffekten und dem Welt-Design, ist in ESO alles stimmig und passt wie die Faust aufs Auge. Auch die vielen Möglichkeiten der Charakterentwicklung sind nicht von schlechten Eltern. Aber das sind ja Dinge, die man von Bethesda mittlerweile erwartet bzw. gewohnt ist.
ESO - Standing in the snow (Quelle: Bethesda)
Was allerdings auch typisch für Bethesda ist, sind Bugs. Und davon hatte ich während der Beta eine ganze Menge. Egal ob Abstürze, NPCs die in Wänden oder dem Boden stecken, Gegner, die mich nicht bemerken oder sogar Quests, die ich nicht beenden kann. Ich hatte sie alle und hoffe, dass mir diese Bugs beim offiziellen Release nicht mehr über den Weg laufen.

Elder Scrolls Online: Einfach mal abwarten.

Ich hatte meinen Spaß mit der Elder Scrolls Online Beta. Trotzdem glaube ich nicht, dass ich mir nach der „Probezeit“ ein Abo zulegen werde. So sehr wie ich mir ein Elder Scrolls Online gewünscht habe, so ernüchtert bin ich jetzt leider auch. Das ging mir bei Final Fantasy 14 A Realm Reborn ganz ähnlich. Die ersten Stunden waren neu und hatten richtig Spaß gemacht, aber mit der Zeit konnte ich den ganzen MMO-Trott nicht mehr ausblenden. Das fing beim eigentlichen Spiel an und zog sich hin, bis zur Community.
ESO - Statue (Quelle: Bethesda)
Vielleicht wird das bei Elder Scrolls Online ja diesmal anders. Vielleicht hält das Spiel für mich sogar genug interessante Aspekte bereit, die mich dazu motivieren, doch noch mal einen Monat zusätzlich zu bezahlen. So wie es momentan aussieht, wird diese Motivation, wenn überhaupt, im PVP-Bereich liegen. Denn der scheint bei Elder Scrolls Online, ähnlich wie bei Guild Wars 2 , das Herz des Spiels zu sein. Schade nur, dass ich nicht wirklich ein PVP-Freund bin. Aber warten wir es doch einfach mal ab. Denn was nicht ist, kann ja schließlich noch werden. Ich werde mir den PVP Content des Spiels beim nächsten Beta-Wochenende auf jeden Fall mal anschauen.
ESO - Landscape (Quelle: Bethesda)
Bis jetzt ist Elder Scrolls Online für mich leider nichts weiter als ein nettes MMO im Elder Scrolls-Gewand. Ob das nun gut oder schlecht ist, wird sich zeigen, wenn ich das Spiel in seiner Gänze zocken kann. Bis dahin bevorzuge ich dann doch Spiele wie Skyrim oder Dragons Dogma: Dark Arisen.


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Über den Author: Skrei
Skrei ist ein RPG-Fanatic und ist auch dem ein oder anderen Indie-Spiel gegenüber nicht abgeneigt.

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