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Skreis Gebrabbel: Das ging mir 2013 besonders auf den Zeiger

am 07.01.2014

2014 ist noch jung, und viel Neues gibt es auch noch nicht zu berichten. Also bleibt die Hoffnung, dass uns in diesem Jahr etwas ganz Besonderes erwartet. Aber wenn man sich so manch desaströses Release aus dem vergangen Jahr anschaut, kommen berechtigte Zweifel auf.Battlefield Crash
Was mir 2013 so richtig auf den Zeiger ging, könnt ihr hier lesen.

Eigentlich war 2013 gar kein schlechtes Jahr für uns Zocker. Wir hatten haufenweise Top Titel und “Geheimtipps”, die bis auf einige Ausnahmen, auch alle recht ordentlich waren. Mit Final Fantasy XIV: A Realm Reborn gab es ein nettes MMO, und auch die Indie Szene konnte mit Spielen wie Völgarr The Viking, Valdis Story: The Abyssal City und ganz besonders mit Path of Exile auftrumpfen. Im Großen und Ganzen sollte eigentlich für jeden etwas dabei gewesen sein.

Allerdings gab es auch viel Mist, der uns überraschend häufig die Suppe versalzen hat. Shooter Fans haben sich auf Battlefield 4 gefreut, nur um bis heute mit Serverproblemen und allerlei anderem Mist kämpfen zu müssen. Das ging sogar soweit, dass EA die Notbremse gezogen hat und erst einmal alle Ressourcen verwenden musste, um Battlefield 4 halbwegs hinzubekommen. Sim City und Total War: Rome 2 sind auch grandiose Beispiele dafür, wie mit unserem Hobby umgegangen wird. Nichts funktioniert so wie es soll, oder die Spiele werden einfach unfertig auf den Markt geworfen.
Rome 2 Bug (Quelle: Sega)
Dass es aber tatsächlich Zocker gibt, die extra Urlaub nehmen oder die Schule schwänzen (Zweiteres ist natürlich ganz, ganz böse und wird euch in die Hölle befördern) , um diese Spiele zu zocken, wird dabei komplett vergessen. Diese armen Seelen wissen doch nichts mit ihrer Zeit anzufangen, wenn sie nicht zocken können.

Jetzt aber mal im Ernst. Fakt ist, dass wir heutzutage schon glücklich sein können, wenn ein neues Spiel nach der Installation überhaupt vernünftig läuft. Von dem allgegenwärtigen Onlinezwang und Mikrotransaktionen in Single Player Spielen will ich gar nicht erst anfangen. Die Spielebranche ist eine Industrie, die haufenweise Möglichkeiten hat Kohle zu scheffeln, aber in den meisten Fällen den Endverbraucher in keinster Weise beachtet. Aber wir sind ja selbst schuld. Schließlich kaufen wir überteuerte Mappacks, Kostüme oder sogar Booster Packs in Single Player Spielen. Und auch in Early Access Programme, Alpha Tests oder sogar Beta Tests stecken wir Kohle, ohne vorher Nachzudenken, was wir da eigentlich machen.

Wenn man Kohle in das Early Access Programm eines kleinen Entwicklerstudios steckt, kann ich das ja noch nachvollziehen. Aber, dass selbst große und etablierte Studios die Dreistigkeit besitzen, auf Kickstarter oder Steams Early Access, um die Gunst, oder besser gesagt die Kohle, der Zocker zu werben, geht mir tierisch auf die Nerven. Und wenn wir ehrlich sind, stellen wir fest, dass bisher sehr wenig großartige erfolgreiche Kickstarter oder Early Access Titel auf unseren PCs gelandet sind. Mann soll zwar niemals nie sagen, aber bis jetzt hält sich die Anzahl der erwähnenswerten Titel dann doch gewaltig in Grenzen.
Kickstarter
Ich kann mich noch dunkel an eine Zeit erinnern, in der Alpha- oder Beta Tests tatsächlich zum Testen genutzt wurden. So konnte der Entwickler sehen, ob ein Spiel funktioniert oder ob noch etwas geändert werden muss. Heutzutage werden in Beta- oder Alphatests haufenweise Founder Packs, In Game Kostüme, oder ähnliche Spielerein angeboten, die für richtig viel Kohle im In Game Shop des Spiels zu kaufen sind. Auffällig ist dabei nur, dass der In Game Shop das einzige ist, was in den besagten Test-Phasen großartig funktioniert. Ob das Spiel schlussendlich gut wird oder ob es überhaupt Erfolg hat, interessiert erst mal keinen. Schließlich bekommt man ja bei einer Spanne von einem bis 150 Euro oder sogar noch mehr, tolle Skins, den digitalen Soundtrack, eine Bonus Mission oder anderen Kram, der ruckzuck wieder vergessen ist. Aber, da man ja dem armen Entwickler geholfen hat, bleibt wenigstens das Gewissen rein und es tut nicht so weh, dass man wieder mal Kohle zum Fenster rausgeschmissen hat.

Ich bin jedenfalls der Meinung, das Beta- und Alpha Tests kostenlos zu sein haben, da der Entwickler eine Menge Kohle spart, indem er uns als Versuchskaninchen für sein Spiel einsetzt. Wir müssen nicht dankbar sein, dass wir ein unfertiges und in den meisten Fällen verbuggtes Produkt einige Wochen, Monate oder Tage vor dem Release spielen dürfen. Der Entwickler sollte dankbar sein, dass wir uns durch fehlende Sprachausgabe, unfertige Übersetzungen und regelmäßige Abstürze quälen, nur um ihm zu helfen, ein fertiges Produkt auf den Markt zu bringen, für das wir später unsere Kohle auf den Tisch legen. Aber, das mit dem fertigen Produkt ist ja neuerdings eh so eine Sache, was Titel wie Rome 2, Battlefield 4, Sim City und ganz besonders X: Rebirth sehr deutlich gezeigt haben.
X Rebirth Dupe (Quelle: Egosoft)
Ich werde 2014 in meinen Artikeln viel deutlicher und auch anklagender von solchen Fällen berichten. Egal, ob es sich dabei um ein Indie Spiel handelt oder um einen Top Titel wie zum Beispiel Diablo 3: Reaper of Souls oder Watch Dogs. Was nicht funktioniert oder wieder mal verbuggt auf den Markt kommt, wird sein Fett abbekommen. Auf der anderen Seite werden natürlich auch Spiele und Entwickler, die positiv auffallen, dementsprechende Aufmerksamkeit bekommen. Ich habe jedenfalls die Schnauze voll von ständigen Disconnects, nervigem Desync, Fehlermeldungen und all dem anderem Mist, der mir 2013 den ein oder anderen Zockerabend versaut hat.

In diesem Sinne. Gebt eure Kohle für was Ordentliches aus, und lasst euch nicht den Spaß verderben. Schließlich ist Zocken ein geiles Hobby, das leider nur durch das beschissene Geschäftsgebaren und durch die Ungeduld mancher Entwickler und Publisher hin und wieder einen etwas blöden Beigeschmack bekommt.

Bis zum nächsten Mal.


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Über den Author: Skrei
Skrei ist ein RPG-Fanatic und ist auch dem ein oder anderen Indie-Spiel gegenüber nicht abgeneigt.

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