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Skreis Gebrabbel – Borderlands: The Pre-Sequel

am 22.10.2014

Da ist er nun also, der als Vollpreistitel getarnte Borderlands 2 DLC. In Borderlands: The Pre-Sequel knallt ihr wieder einmal alles ab, was sich bewegt, sammelt haufenweise Loot und macht so ziemlich alles, was ihr auch schon in Borderlands 2 gemacht habt. Nur rennt ihr diesmal eben auf dem Mond herum. Ob das gut oder schlecht ist, lest ihr hier.
Borderlands The Pre Sequel - Logo (Quelle: 2K Australia)

Jack, der Mond und viel Rumgehüpfe

Die Story von Borderlands: The Pre-Sequel ist irgendwo zwischen Borderlands 1 und 2 angesiedelt und soll euch den liebreizenden Obermufti Handsome Jack aus Borderlands 2 etwas näherbringen. Als einer von vier Charakteren, versucht ihr gemeinsam mit Handsome Jack (der bis zum Ende des Spiels allerdings nur Jack genannt wird) die Zerstörung des Mondes abzuwenden und, wer hätte es gedacht, eine Vault zu knacken.
Borderlands The Pre Sequel - Menue (Quelle: 2K Australia)
Die erste „große“ Neuerung in Borderlands: The Pre-Sequel hat dann auch schon gleich mit dem Mond zu tun. Hier ist nämlich nicht allzu viel Schwerkraft angesagt und ihr könnt, wie ein junges Reh, kreuz und quer durch die Gegend hüpfen. Durch das dadurch entstehende vertikale Gameplay fühlt sich Borderlands: The Pre-Sequel im ersten Moment recht frisch an, da das Rumgehüpfe hin und wieder zu lustigen Situationen führt. Allerdings muss ich auch sagen, dass mir das ewige Rumgehüpfe irgendwann mächtig auf die Nerven gegangen ist. Besonders zum Ende des Spiels hin gab es einige Momente, in denen ich immer wieder zwischen verschiedenen Plattformen hin und her hüpfen musste, um lediglich einen blöden Knopf zu drücken. Hier hätte ich mir weniger Rumgehüpfe gewünscht, aber dafür mehr Gegner. Denn irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass 2K Australia etwas sparsam bei der Verteilung von lebendigen Zielscheiben war.

Das fällt besonders auf der Mondoberfläche auf, die zwar schick anzusehen ist, aber viel zu viel leeren Raum parat hält. Gerade in den optionalen Missionen, in denen man oft längere Strecken zurücklegen muss, hat sich deshalb bei mir ab und zu Langeweile eingeschlichen.
Borderlands The Pre Sequel - Chests (Quelle: 2K Australia)
Apropos Mond. Da es auf dem Mond aber auch mit dem Sauerstoff recht schlecht aussieht, sind wir auch schon bei der zweiten „großen“ Neuerung gelandet. Sofern ihr nämlich nicht in geschlossenen Räumlichkeiten Gegner abknallt oder nach Loot sucht, solltet ihr immer ein Auge auf eurem Sauerstoffvorrat haben. Denn ist der erst einmal aufgebraucht, wird eure Lebensanzeige immer kleiner, bis ihr schließlich das Zeitliche segnet. Diese Gameplay-Mechanik mag sich im ersten Moment etwas nervig anhören, stört aber kaum, da ihr mehr als genug Sauerstoff zur Verfügung habt, und zudem an allen Ecken und Enden Möglichkeiten zum Auffrischen eures Sauerstoffvorrates verteilt sind. Tja, und das war es dann auch schon fast mit den Neuerungen in Borderlands: The Pre-Sequel.

Denn wirklich viel Neues hat das Spiel gegenüber den beiden Vorgängern nicht zu bieten. Ganz im Gegenteil. Borderlands: The Pre-Sequel ist sogar ein ganzes Stückchen „kleiner“ als der Vorgänger. Das ist aber nur halb so wild, da es durch die Raidbosse, versteckten Endgegner, legendären Waffen und dem True Vault Hunter Modus, trotzdem eine ganze Menge zu tun und zu entdecken gibt. Den TRVHM sollte man übrigens unbedingt zocken, da Tiny Tina hin und wieder das Geschehen auf dem Bildschirm kommentiert. Die nächsten vier DLCs sind natürlich auch schon in Planung und für die absoluten Borderlands-Fans im Season Pass etwas günstiger zu haben. Na, wenn das mal keine Überraschung ist, dann weiß ich auch nicht mehr.
Borderlands The Pre Sequel - Fight (Quelle: 2K Australia)
Ach ja, der Humor ist auch wieder „Hit & Miss“. Manchmal funktioniert er richtig gut und manchmal möchte man einfach nur noch genervt weghören, wenn die NPCs einfach nicht die Klappe halten wollen. Das ging mir bei BL1 & 2 so und Borderlands: The Pre-Sequel steht dem in nichts nach.

Alles beim Alten

Borderlands: The Pre-Sequel ist eigentlich nichts weiter, als ein glorifizierter DLC für Borderlands 2. Es sieht aus wie Borderlands 2, spielt sich so und macht, bis auf ein zwei Kleinigkeiten, nichts wirklich schlechter oder besser als der „Große Bruder“. Wem das ausreicht, der wird an dem Spiel seine helle Freude haben. Zocker, die hingegen Innovation und etwas Neues erwarten, werden vielleicht etwas enttäuscht sein. In meinen Augen hat es sich 2K Australia einfach viel zu leicht gemacht, um nochmal ordentlich Kohle zu scheffeln.

Im Großen und Ganzen muss man aber auch sagen, dass Borderlands: The Pre-Sequel trotzdem fast alles richtig macht und sich hinter den Vorgängern nicht zu verstecken braucht. Alle Trademarks der Serie sind vorhanden, das Gameplay ist nach wie vor super und Neuerungen wie etwa der Grinder zum Waffen herstellen, Schwerelosigkeit und die neuen Waffentypen (Laser und Frostwaffen), hauchen der alten Borderlands-Formel nochmal etwas Leben ein. Allerdings zeigen sich bei mir auch leichte Abnutzungserscheinungen. Ich habe mir während der knapp 15 Stunden immer wieder die Frage gestellt, wie Borderlands wohl in einer neuen Grafikengine mit wirklich innovativen Gameplay-Mechaniken und frischen Ideen aussehen würde. Leider werde ich auf die Antwort zu dieser Frage noch eine ganze Weile warten müssen, da Borderlands: The Pre-Sequel diese Kriterien nicht erfüllen kann.
Borderlands The Pre Sequel - Skill Tree (Quelle: 2K Australia)
Dennoch geht Borderlands: The Pre-Sequel volkommen in Ordnung (auch wenn 50,- Euro plus 30,- für den Season Pass in meinen Augen zu viel sind) und kann meine Loot-Sucht, bis Borderlands 3 erscheint, recht kompetent befriedigen. Trotzt meines Rumgenörgels bekommt Borderlands: The Pre-Sequel also einen Daumen nach oben, denn Spaß macht es allemal.


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Über den Author: Skrei
Skrei ist ein RPG-Fanatic und ist auch dem ein oder anderen Indie-Spiel gegenüber nicht abgeneigt.

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