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Rome 2 – Tipps zum Spielen mit Rom (Teil I)

am 18.09.2013

Bei Total War Rome 2 darf man ja bekanntlich gleich mehrere Fraktionen übernehmen. Namensgebend und sicher auch am beliebtesten ist dabei natürlich die Fraktion Rom. Ich habe mal zusammengetragen, was man beim Spielen mit Rom in der Frühphase beachten sollte.
Rome 2 Effizienter Sieg (quelle: creative assembly / sega)

Seit dem zweiten Patch vom 17. September spielt sich Rome 2 ja eine ganze Ecke flüssiger und auch die KI hat strategisch wie taktisch dazugelernt. Höchste Zeit also, sich ernste Gedanken um seine Spielweise zu machen. Die meisten spielen mit Rom, denn nirgends sonst ist die historische Realität so nah am Serientitel Total War. Rom expandierte jahrhundertelang im gesamten Mittelmeerraum und weite Teile Europas. Genauso sollte man auch im Spiel vorgehen.

Spielen mit Rom in der Anfangsphase

Anders als beim ersten Rome Total War steuert man bei Rome 2 die gesamte römische Fraktion und nicht nur das jeweilige Familiengebiet. Überhaupt spielen die anderen Fraktionen und der Senat zunächst keine wirkliche Rolle. Die Stoßrichtung für alle, die mit Rom spielen, ist klar. Zuerst muss die italische Halbinsel kontrolliert werden, dann Sizilien sowie Sardinien und Korsika. Generell macht es Sinn, sich an den Teilmissionen zu orientieren, die unter dem Reiter „Ziele“ ausgerufen werden. Die sind meist logisch und geben bei Erfüllung noch ordentlich Denare.

Wenn man mit Rom spielt, ist es in der Frühphase manchmal sinnvoll, sich schnell teure Söldner zu holen, ein paar Gefechte zu führen und diese dann schweren Herzens wieder zu entlassen. Das geht schneller, als die Armeen erst auszubilden und gerade am Anfang sind viele Söldner mindestens genauso stark wie Velites und Hastati. Während eure Armeen vorrücken, baut ihr derweil euer Kernland aus. Achtet darauf, pro Provinz möglichst nichts doppelt zu bauen, denn alle Gebäude wirken sich nicht nur auf die Stadt aus, in der sie stehen, sondern in der ganzen Provinz oder sogar im ganzen Reich. Versucht auch, die Dörfer entsprechend ihrer Eignung auszubauen. Diese wird im Tooltip neben dem Dorfnamen angezeigt. Patavium etwa stellt Glas her und hat entsprechende Boni auf Forschung und Industrie, die man mit den passenden Gebäuden weiter ausbauen kann. Andere Dörfer produzieren mehr Nahrung oder sind geeignet als Marktplätze.

Als ich mit Rom spielte, habe ich mich bevorzugt um die Metropolen Rom, Medhlan sowie die strategisch wichtigen Häfen Siziliens gekümmert. Andere Dörfer hatten eher die Funktion, mich mit Nahrung und Zufriedenheit zu versorgen. Achtung: Es ist nicht so wichtig, ob eine Provinz einen Nahrungsüberschuss erzielt, denn sie wächst auch, solange es reichsweit genug Futter gibt. Anders verhält es sich bei der Zufriedenheit, denn diese wird pro Provinz berechnet. Jedenfalls wächst Rom schon sehr bald auch rein optisch zur Großstadt heran.

Rome 2 Stadtansicht Rom (quelle: creative assembly / sega)

Spielen mit Rom: Expansionsstrategien

Beim Spielen mit Rom kommt unweigerlich die Frage auf: Wohin jetzt? Gerade am Anfang gibt es unzählige kleine Königtümer und Stadtstaaten, die oft isoliert sind und geradezu unterworfen werden wollen. Haltet auch Ausschau nach Rebellionen. Regionen, die von Rebellen kontrolliert werden, sind diplomatisch immer eindeutig feindlich, jedoch auch heiß umkämpft und von vielen Fraktionen begehrt. Seid ihr da die Schnellsten, gehört die Stadt euch – wenn nicht, müsst ihr möglicherweise mit einer großen Fraktion darum ringen. Auf diese simple Weise eroberte ich Syrakus, ohne mich mit den großen hellenistischen Fraktionen anlegen zu müssen.

Die Hellenen sowie einige gallische und germanische Stämme sollte man nämlich durchaus erst mal verschonen, denn sie sind ideale Handelspartner für die Handelswaren, die in vielen Provinzen produziert werden. Leider sind diese etwas unübersichtlich dargestellt. Man findet sie aber beispielsweise in der strategischen Ansicht, erreichbar über den Kompass-Button unten rechts. Je mehr Waren man hat, desto mehr Gewinn werfen die Handelsrouten ab. Achtet bei Seerouten jedoch auf Piraten und stellt gegebenenfalls eine untätige Flotte ab, um diese passiv zu bekämpfen. Das geht über den Button ganz links in der Flottenansicht.

Rome 2 Piratenabwehr (quelle: creative assembly / sega)

Nach etwa 70 Spielzügen hat sich die politische Landschaft merklich geändert. Parallel mit Rom sind auch andere größere Reiche entstanden und es bahnen sich erste große Kriege an. Auf dem Bild unten seht ihr, wie sich im Norden die Markomannen und Sueben als stärkste Germanenvölker durchgesetzt haben, während der Südosten von Ardeia und Syrakus dominiert wird. Karthago und die drei griechischen Staaten hingegen sind ohne mein Zutun zerfallen. Im Prinzip wird es erst jetzt richtig interessant, denn erst jetzt hat man echte Herausforderungen zu fürchten. Gameplaymäßig erscheint mir die von mir kritisierte Kleinstaaterei nun durchaus logisch und durchdacht.

Rome 2 Karte nach 70 Runden (quelle: creative assembly / sega)

Spielen mit Rom: Gefechtstipps

Expansion funktioniert in Rome 2 vorrangig durch die Belagerung und Einnahme von Städten und Siedlungen. So weit, so bekannt. Daraus folgt, dass wir es recht häufig mit Straßenschlachten und Gefechten in engen Gassen zu tun haben. Das spielt jenen in die Karten, die mit Rom spielen, denn Rom hat die stärkste Infanterie und kann am ehesten verschmerzen, dass in der Stadt Fernkämpfer wenig effektiv sind. Das Belagern ist übrigens ein zweischneidiges Schwert, denn es dauert länger und die Belagerer selbst verlieren teils beträchtliche Kräfte durch Verschleiß. Im Gegenzug ist der Sturm auf eine befestigte Stadt ohne schweres Gerät ungleich schwieriger und sehr verlustreich, aber dazu später mehr.

Auf offenem Feld spielt die neue Sichtberechnung eine große Rolle. Hügel und Wälder nehmen der eigenen Armee die Sicht, verbergen sie jedoch im Gegenzug auch vor dem Feind. Marschiert ihr also einen Hügel hinauf, sieht alles nach freier Bahn aus…

Doch nur Sekunden später ploppt plötzlich der Feind vor euch auf und nimmt euch unter Steinschleuderbeschuss. Auf der Echtzeitkarte ist dies die wohl gewöhnungsbedürftigste Neuerung, die allerdings im Multiplayer für epische Momente sorgen wird.

Rome 2 Hügelsicht 2 (quelle: creative assembly / sega)

Spielen mit Rom: Komplexe Schlachten

Anders als in den Foren verschrien, habe ich in Rome 2 sehr wohl schon äußerst fordernde und komplexe Schlachten erlebt, selbst wenn ich mit dem an sich überlegenen Rom spielen wollte. Auch die KI scheint nach dem zweiten Patch dazugelernt zu haben. Als Beispiel nehme ich die kombinierte Land-See-Erstürmung von Karalis, welche von starken punischen Rebellenkräften gehalten wurde. Schmerzlich musste ich erfahren, dass neben meiner Landarmee und meiner Flotte meine dritte Armee nicht in die Schlacht eingriff, da nur zwei Armeen pro Seite in einer Schlacht erlaubt sind.

Mein Plan war, mit der Landarmee – übrigens ohne Belagerungsgerät – das östliche Tor zu stürmen, um parallel mit meiner Flotte zu landen und die hoffentlich unbefestigten Siegpunkte in der Stadt zu erobern. Tatsächlich massierte der Feind seine Kräfte am Osttor und fügte meinen Schildkröten-Hastati schwere Verluste durch Beschuss zu.

Rome 2 Beschuss von den Mauern (quelle: creative assembly / sega)

Die ungleich kleineren Abteilungen der Schiffe landeten unbehelligt am Hafen und nahmen zwei der drei Siegpunkte ein, ehe sie von heraneilenden Hopliten bedrängt wurden. Doch unbarmherzig lief die Siegpunkte-Uhr gegen die Verteidiger herunter und so gewann ich knapp, obwohl ich das Tor niemals hätte stürmen können.

Rome 2 List mit Marinesoldaten (quelle: creative assembly / sega)

Spielen mit Rom: Vorbereitung auf große Taten

Nach etwa achtzig Runden beschloss ich, eine kleine Pause einzulegen und diesen Artikel hier zu schreiben. Meiner Meinung nach entfaltet Rome 2 sein volles Potential nämlich erst jetzt, wo die kleinen Barbarenstämme unterworfen sind und in Heer und Marine große Änderungen anstehen. Wenn man richtig mit Rom spielen will, dann muss man Geduld haben. Ich habe jüngst meinen ersten Militärhafen gebaut, dessen Artillerie-Quinquiremen erstmals mehr sind als bloße Truppentransporter mit Rammspornen.

Mit der Kohortenorganisation steht eine Heeresreform an, durch die die Hastati usw. durch Legionäre ersetzt werden und die Auxiliartruppen der nicht-latinischen Provinzen machen meine Armeen sehr viel variabler. Wende ich mich nun gegen Germanien? Gegen die Hellenen? Geht es nach Spanien? Oder dränge ich die Nomaden zurück in die Wüste und nehme doch noch Karthago? Mit jedem Zug wird Rome 2 großartiger.

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Über den Author: Cage
Cage ist der Strategie-Experte bei Computerspiele.com und außerdem bekennender FIFA-Fanboy.

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