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Mein erster Eindruck von Elder Scrolls Online

am 09.04.2014

Es ist mal wieder an der Zeit, als bärtiger Nord durch Tamriel zu ziehen. Elder Scrolls Online ist nun offiziell erschienen, und ich gebe dem Spiel, trotz meines recht negativen Eindrucks der Beta, doch nochmal eine faire Chance. Und tatsächlich hat sich meine Meinung zum Spiel gewaltig geändert. Aber lest doch am besten selbst.
ESO - Logo (Quelle: Bethesda)

Elder Scrolls Online – Das Abenteuer beginnt.

Elder Scrolls Online beginnt genauso, wie ich es von zig anderen MMOs gewohnt bin. Nämlich mit der Erschaffung meines eigenen Charakters. Hier habe ich gleich die Wahl zwischen drei verschiedenen Allianzen, neun Rassen (Käufer der Imperial Edition dürfen sich noch über eine zehnte Rasse freuen) und vier unterschiedlichen Klassen. Weil ich so unheimlich einfallslos bin, schnappe ich mir einen Nord, verpasse ihm eine Glatze und dazu noch einen fetten Bart, wähle als Klasse den Dragonknight aus und stürze mich ratzfatz ins Abenteuer.

Spieler, die nicht ganz so einfallslos sind wie ich, können sich in dem sehr umfangreichen Charakter-Editor austoben und ihren Helden ganz den eigenen Vorlieben anpassen. Darauf habe ich weder Lust, noch habe ich die Zeit für solche Spielereien. Denn der schlecht gelaunte Daedra Fürst Malog Bal ist auf dem Vormarsch und Tamriel rettet sich schließlich nicht von allein.
Elder Scrolls Online - Horse (Quelle: Bethesda)
In Elder Scrolls Online gibt es für Serien-Veteranen gleich zu Beginn eine riesige Überraschung. Ich starte diesmal nämlich nicht als Gefangener. Ok, ok, ist ja gut. Natürlich gibt es keine Überraschung und ich starte mein Abenteuer, auch diesmal wieder standesgemäß als Gefangener. Wer hätte es gedacht. Ehrlich gesagt, hätte es mich auch gewundert, wenn es anders gewesen wäre. Aber das ist alles halb so wild, denn die Flucht aus dem diesmal wenigstens etwas einfallsreicheren Knast, gestaltet sich recht kurz und dient auch gleich als Tutorial.

In Windeseile lerne ich die Steuerung, löse einige kleinere Quests und finde mich schon bald im sonnigen Tamriel wieder. Je nachdem, für welche Allianz man sich entscheidet, beginnt das Abenteuer übrigens auf einem anderen Kontinent. Zum Glück lässt sich das Tutorial mit einem zweiten, dritten, usw. Charakter aber überspringen und ich kann problemlos in die anderen Startgebiete reinschnuppern. Da mir Daggerfall aber am besten gefällt, bleibe ich einfach bei meinem ersten Charakter und queste fröhlich drauflos.

Elder Scrolls Online – Leveln und Spaß dabei

Nachdem ich mich eine Weile umgesehen, mit unterschiedlichen NPCs gequatscht und haufenweise Quests angenommen habe, wird mir klar, dass ich an Elder Scrolls Online anders herangehen muss als zum Beispiel an WOW und Konsorten. Denn Elder Scrolls Online spielt sich wie ein Single-Player-Spiel, das eine MMO-Komponente spendiert bekommen hat. Ich kann von Beginn an meine eigenen Rüstungen und Waffen herstellen (und das ist auch dringend nötig), bekomme von besiegten Gegnern Loot wie bei Skyrim und merke, dass in dem Spiel einfach vieles so abläuft, wie ich es von anderen Elder Scrolls Teilen gewohnt bin. Ich reite also durch schicke Wälder und entdecke Quests, Dungeons und Orte, die ich sonst nie zu Gesicht bekommen hätte. Denn Elder Scrolls Online führt mich bis zum Endgame nicht schnurstracks durch einen genau vorgegeben Levelweg, sondern erwartet von mir, dass ich die Welt erkunde und meine eigenen Abenteurer erlebe.
Elder Scrolls Online - Marq (Quelle: Bethesda)
Und das funktioniert wunderbar. Das ist zum Großteil auch der Qualität der Haupt- und Nebenquests zu verdanken. Jede Quest, die ich bis jetzt abgeschlossen habe, war interessant und bestand aus mehreren Etappen, in denen ich hin und wieder sogar Entscheidungen treffen konnte. Und dadurch, dass die meisten Quests ihre eigenen in sich schlüssigen Geschichten erzählen, die auch manchmal ineinander übergreifen, habe ich immer das Gefühl, ein richtiges Abenteuer zu erleben und in der Welt meine „Fußstapfen“ zu hinterlassen. Besonders muss ich hier noch hervorheben, dass ich bei bestimmten Quests gegen Bosse antreten musste, die doch tatsächlich durch ihre Boss-Mechaniken, recht interessante Kämpfe aufs Parkett gelegt haben. Das erwartet man in einem MMO während des Levelvorgangs eigentlich nicht. Das hat mich dann doch sehr positiv überrascht.

Eines sei noch gesagt. Hört den Questgebern zu, stellt Fragen, lest Bücher und Notizen und nehmt euch für den Levelvorgang einfach etwas mehr Zeit als bei anderen MMOs. Denn es kommt der Punkt, an dem man merkt, dass die ganze Hintergrundgeschichte in Elder Scrolls Online absolut stimmig ist und wunderbar erzählt wird. Viele kleinere Quests fügen sich nahtlos in das Gesamtbild ein, und man erlebt des Öfteren einen „Aha, da war doch mal was“ Moment. Man muss sich nur die Zeit dafür nehmen. Außerdem finden sich auch hin und wieder Quests und Hinweise in Büchern, die man ganz gern mal übersieht.
Elder Scrolls Online - Bridge (Quelle: Bethesda)
Ich bin zwar erst Level 12, habe bis jetzt aber mehr Spaß gehabt und interessantere Quests erlebt, als in irgendeinem anderen MMO vorher. Ich habe eine Schiffscrew gerettet, gegen eine Werwolfplage gekämpft, war auf Schatzsuche, habe einem König das Leben gerettet, bin auf Harpyien-Jagd gegangen, habe Geiseln befreit und einem Ork dabei geholfen, seine Bestimmung als Schmied zu finden. Die Liste ließe sich übrigens immer so weiterführen. Ich hätte nie geglaubt, dass ich das mal sagen werde, aber die Quests in Elder Scrolls Online sind abwechslungsreich und unterhaltsam. Und das in einem MMO, das muss man sich erst einmal vor Augen führen.

Elder Scrolls Online – Freiheit auch bei der Charakter Entwicklung

Das Freiheit bei Elder Scrolls Online ganz groß geschrieben wird, sollte mittlerweile klar sein. Zum Glück ist das aber auch bei der Charakter-Entwicklung der Fall. Ich kann für jede Waffe Skills lernen oder meine Fähigkeiten im Umgang mit den verschiedenen Rüstungsklassen verbessern. Oder ich stecke meine Skillpunkte in Magie, verschiedene Handwerksberufe, Gilden Skilltrees oder sogar Werwolf- und Vampir-Fähigkeiten. Selbst in der Charakter-Entwicklung gibt es so viel zu entdecken, dass ich im ersten Moment etwas überwältigt bin. Zum Glück kann ich aber im Spielverlauf die Skillpunkte zurücksetzen und mich so zum Beispiel auf eine andere Waffe etc. spezialisieren. Aber natürlich nur für hart verdientes Gold. Das kann übrigens richtig teuer werden. Ach ja, selbst mein Pferd kann ich in verschiedenen Kategorien „aufleveln“
Elder Scrolls Online - Stats (Quelle: Bethesda)
Mein Nord rennt zum Beispiel mit einem dicken Zweihandschwert rum, trägt schwere Rüstung und macht sich die Hände ganz gern mal beim Schmieden schmutzig. Also habe ich Punkte in einen Skill gesteckt, der dafür sorgt, dass ich Erze einfacher finde und mir so das Sammeln von Materialien leichter fällt. Die kann ich dann wiederum nutzen, um meine eigene Ausrüstung herzustellen oder alten Kram zu verbessern. In die Handwerksberufe muss ich bei Gelegenheit auch noch mal etwas genauer reinschauen. Ich kann zwar meine eigene Ausrüstung herstellen, habe mich aber noch nicht damit beschäftigt, diese auch eigenhändig zu verzaubern. Denn in Elder Scrolls Online kann ich jeden Handwerksberuf ausführen und muss nicht zwischen einem oder zwei Berufen wählen. Wenn mir also der Sinn danach steht, renne ich auch schon mal ne Stunde durch den Wald, sammle Kräuter, braue Tränke oder backe Brot. Selbst ist schließlich der Nord.

Elder Scrolls Online – Jetzt geht es erst richtig los

Ich stehe in Elder Scrolls Online noch ganz am Anfang. Mein kampferprobter Nord ist mittlerweile Level 12 und hat jetzt die Möglichkeit, in Cyrodill um Ruhm und Ehre zu kämpfen. Das ist ein riesiges Gebiet, in dem der PVP-Teil von Elder Scrolls Online stattfindet. Bevor ich mir dort aber die Rübe zertrümmern lasse, werde ich noch fleißig an meiner Ausrüstung rumwerkeln, das ein oder andere Level aufsteigen und auch schon mal die ersten Dungeons bestreiten.

Bis jetzt habe ich an Elder Scrolls Online richtig viel Spaß. Das kommt für mich sehr überraschend. Besonders nach meinem wirklich negativen Eindruck der Beta. Aber Elder Scrolls Online schafft das, was noch kein MMO vorher bei mir geschafft hat. Es weckt bei mir den Wunsch, jede Ecke zu erkunden, jede Quest zu erleben und die Welt in ihrer Gänze zu entdecken. Kurz gesagt ich möchte einfach weiter zocken und mir ganz viel Zeit dabei lassen, um jeden Moment zu genießen. Und das liegt nicht nur an der Atmosphäre, die durch die Grafik und die Musik erzeugt wird, sondern tatsächlich am Gesamtpaket.

Deswegen mag ich auch noch kein Urteil zum Spiel abgeben. In meinem nächsten Artikel werde ich dann einen detaillierteren Eindruck vom Spiel an euch weitergeben können und über die ärgerlichen und lustigen Bugs berichten, die mir bis jetzt so untergekommen sind. Denn, auch wenn ich bis jetzt einen Menge Spaß mit Elder Scrolls Online hatte, so habe ich doch nur an der Oberfläche des Spiels gekratzt und kann noch nichts zum weiteren Spielverlauf und zum Großen Ganzen sagen.

Nur, dass ich mich tierisch darauf freue, endlich weiter zu zocken, kann ich ganz sicher schon sagen. Aber selbst das kann sich ja im weiteren Spielverlauf noch ändern.

Ich bin aber recht guter Dinge.


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Über den Author: Skrei
Skrei ist ein RPG-Fanatic und ist auch dem ein oder anderen Indie-Spiel gegenüber nicht abgeneigt.

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