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Kurzurteil: Type:Rider

am 23.09.2014

Type:Rider ist im eigentlichen Sinne kein Spiel. Die Kooperationsarbeit eines Indie-Entwicklers mit dem Bildungssender ARTE ist vielmehr ein Stück Kunst, verkleidet als simples Puzzlespielchen. Obwohl das Spiel bereits einige Monate draußen ist, habe ich es erst vor kurzem entdeckt und möchte es euch eindringlich ans Herz legen.
Type Rider Szene (quelle: ex nihilo)

In Type:Rider spielt ihr zwei Punkte und müsst pro Level alle Buchstaben des Alphabets einer bestimmten Schriftart einsammeln. Die zugehörigen Puzzles sind längst nicht so knifflig oder steuerungsmäßig fordernd wie etwa beim vergleichbaren Limbo, aber dennoch nett für zwischendurch. Doch um das eigentliche Spiel geht es bei Type:Rider ja gar nicht.

Type Rider Rätsel (quelle: ex nihilo)

Vielmehr geht es darum, etwas über die Geschichte der Schrift zu lernen. An sich klingt das wie ein sehr trockenes Thema und das Gameplay von Type:Rider macht daraus auch nicht unbedingt ein Actionspiel, aber das ist auch gut so. Die Präsentation ist künstlerisch, fast meditativ. Die Punkte bewegen sich geschmeidig und passend zu den sphärischen Klängen. Da passt es gut, dass es stets viel zu lesen gibt. Mit jedem Level schreitet man nämlich in der Geschichte der Schrift voran und sammelt Informationen zu den Zeitaltern und Entwicklungen wie Achievements in einem großen Buch. Während das Tutorial uns also die Entstehung der Schrift aus der Höhlenmalerei schildert, bewegen wir uns daraufhin durch mehrere Jahrhunderte Schreibkunst.

Type Rider Bücher (quelle: ex nihilo)

Was Type:Rider so besonders macht ist nicht das Spiel und noch nicht einmal das Thema, sondern die gelungene Umsetzung eines Bildungsspiels mit den Mechanismen beliebter Indie-Spiele. Während man bei vielen Bildungsspielen oft das Gefühl hat, hier hätte ein Lehrer bei dem Versuch, ein Spiel zu machen, versagt, ist es bei Type:Rider eher so, dass Entwickler und Pädagogen auf Augenhöhe zusammenarbeiteten. Eigentlich kann es doch kaum etwas Naheliegenderes geben als Kids, Jugendlichen und auch Erwachsenen wertvolle Bildungsinhalte als Spiel zu vermitteln. Wenn mehr Entwickler, aber auch Bildungsanbieter es schaffen würden, wichtigen Lernstoff motivierend als Spiel zu verpacken, gäbe es vielleicht viel mehr Schnittmengen zwischen der Zeit für Hausaufgaben und der Zeit zum Zocken. Type:Rider beweist, dass es möglich ist, wenn auch in sehr beschränktem Rahmen. Aber aller Anfang ist ja bekanntlich schwer.


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Über den Author: Cage
Cage ist der Strategie-Experte bei Computerspiele.com und außerdem bekennender FIFA-Fanboy.

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