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Kurzurteil – King’s Bounty: The Dark Side

am 25.09.2014

Ihr hattet Spaß an King’s Bounty: The Legend, Armored Princess, Crossworlds und Warriors of the North und möchtet einfach nur mehr davon? Dann wird euch der neuste Output des russischen Entwicklers 1C-SoftClub sicher auch ganz gut gefallen. Denn King’s Bounty: The Dark Side wandert, genau wie die Vorgänger, wieder einmal nur auf altbekannten Pfaden.
King's Bounty The Dark Side - Title Screen (Quelle: 1C-SoftClub)

Alle Jahre wieder

King’s Bounty: The Dark Side schickt euch diesmal, wie der Name schon vermuten lässt, auf die Dunkle Seite der Macht. Bewaffnet mit Lichtschwert und Laserpistole, fliegt ihr mit eurem Tie Fighter durch das Universum, um den Rebellen mal ordentlich die Suppe zu versalzen. Oder auch nicht.

Stattdessen zieht ihr in King’s Bounty: The Dark Side entweder als Ork-Krieger, Vampir-Magier oder als eine schicke Dämonendame (die von beidem etwas ist) durchs Land. Aber auch, wenn man diesmal nicht als Held in strahlender Rüstung in die Schlacht zieht, sieht King’s Bounty: The Dark Side aus wie die anderen Teile und spielt sich auch genauso. Denn grafisch hat sich absolut gar nichts geändert (sogar die Menüs sehen gleich aus) und spielerisch sind leider auch nur marginale Neuerungen zu verzeichnen. Das mag vielleicht King’s Bounty Puristen genügen, ruft bei mir aber mitlerweile nur noch mäßiges Interesse hervor. Anscheinend kann man so aber relativ fix und ohne großen Aufwand ein Spiel nach dem anderen veröffentlichen und muss erst etwas ändern, wenn die Verkaufszahlen sinken. Denn was bei Spielen wie Call of Duty oder Assassin’ s Creed funktioniert, wird doch wohl auch bei King’s Bounty klappen.
King's Bounty The Dark Side - Map (Quelle: King's Bounty The Dark Side - Title Screen (Quelle: 1C-SoftClub))
Und auch sonst wird uns in King’s Bounty: The Dark Side eigentlich nur Altbekanntes in leicht abgewandelter Form serviert. Wer sich noch an den Drachen aus King’s Bounty: Armored Princess erinnert, wird sehr schnell feststellen, dass diesmal der Geist dieselbe Rolle übernimmt. Und auch bei einigen Einheiten haben wir es mit lediglich mit „Reskins“ zu tun. Das Aussehen wurde verändert, aber die Skills sind dennoch die gleichen.

Tja, und das zieht sich wie ein dicker roter Faden durchs gesamte Spiel. Man reitet wieder mit seinem Helden durchs Land, kämpft mit den Einheiten auf einer Hexfeldkarte, nimmt verschiedene Aufträge an usw. usw. Die Geschichte wird dabei nur in Textform erzählt und konnte mich, wie zu erwarten, nicht so recht vom Hocker reißen. Leider wollte sich auch das Gefühl diesmal mit den Bösewichtern unterwegs zu sein, nie so wirklich einstellen. Irgendwie hat man das alles schon zwei bis drei Mal gesehen und in den anderen King’s Bounty Teilen zur Genüge gezockt. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass ich als Ork oder Vampir unterwegs sein kann.
King's Bounty The Dark Side - Battle (Quelle: King's Bounty The Dark Side - Map (Quelle: King's Bounty The Dark Side - Title Screen (Quelle: 1C-SoftClub)
Aber zwei kleinere Veränderungen gibt es dann doch noch zu verzeichnen. Zum einen kann man seinen Helden inklusive Truppen nach Belieben zu jedem bisher entdeckten Ort teleportieren, und zum anderen ist es nun möglich Gefangene zu nehmen, um Verluste beim Kampf auszugleichen. Das geschieht allerdings auch wieder nur mittels einer Dialogoption und ist deshalb wenig fesselnd. Aber was soll’s, immerhin kann man so seine Truppen auffüllen, denn aus irgendeinem Grund wurden die Orte für Nachschub, in King’s Bounty: The Dark Side recht weitläufig verteilt. Also galoppieren wir, trotzt der Möglichkeit zum Teleportieren, auch diesmal wieder viel durch die Gegend. Aber das kennt man ja auch aus den anderen Teilen.

King’s: Bounty: The Dark Side langweilt mich

Es ist ein Jammer, dass sich die King’s Bounty Reihe einfach nicht weiterentwickelt. Denn hier ist eigentlich alles vorhanden, was ein großartiges Spiel ausmacht. Leider nagt der Zahn der Zeit mittlerweile ganz gewaltig an der Serie. Zwar ist das süchtig machende Gameplay immer noch weitestgehend intakt, wird aber durch die altbackene Präsentation zurückgehalten. Wenn King’s Bounty endlich mal einen „Facelift“ bekommen würde und noch das ein oder andere moderne Gameplay-Element Einzug ins Spiel erhält, dann würde die Serie sicher wieder zu meinen absoluten Lieblingen gehören. So wie es aber momentan aussieht, werde ich der King’s Bounty Riehe wohl erst einmal den Rücken zudrehen. Denn ich habe keine Lust, mir immer wieder das gleiche Spiel andrehen zu lassen.
King's Bounty The Dark Side - Quest Log (Quelle: King's Bounty The Dark Side - Battle (Quelle: King's Bounty The Dark Side - Map (Quelle: King's Bounty The Dark Side - Title Screen (Quelle: 1C-SoftClub))
Wer keinen Bock auf Innovation und Weiterentwicklung hat und mit dem, was die letzten King’s Bounty Teile zu bieten hatten zufrieden ist, der wird auch an King’s Bounty: The Dark Side seinen Spaß haben. Zocker die hingegen eine Weiterentwicklung der Serie erwarten und auf ein neues Spielgefühl hoffen, sollten sich woanders umschauen. Denn im Kern ist King’s Bounty: The Dark Side eine eins zu eins Kopie seiner Vorgänger. Wie auch schon der Teil davor und der Teil davor und…Ihr könnt euch sicher denken worauf ich hinaus möchte.


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Über den Author: Skrei
Skrei ist ein RPG-Fanatic und ist auch dem ein oder anderen Indie-Spiel gegenüber nicht abgeneigt.

2 Kommentare

  • Enrico schrieb am 26/9/2014, um 22:02:

    Dark Side hat mir nicht gefallen. Die Quests sind sehr nervig – ständiges hin und hergerenne bei dem man sich Blasen holt. Und wenn wir noch ein Jahr warten wird die Suppe erneut ganz von unten aufgekocht und schön langsam durchgerührt. Würde mir trotzdem alle Teile holen, auch bis 2030.

    • Skrei schrieb am 27/9/2014, um 00:44:

      “Würde mir trotzdem alle Teile holen, auch bis 2030.”

      Wird bei mir wahrscheinlich auch so laufen. Wenn ich sehe, dass ein neuer Teil ansteht, kommt der King’s Bounty Fanboy in mir trotzdem wieder hoch :)

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