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Indie Ecke: Proteus

am 06.02.2013

Wir alle kennen die großen Titel, die das Videospiel-Universum beherrschen und fest im Griff haben. Doch was ist eigentlich mit den kleineren Spielen, die irgendwo in diesem Universum rumschwirren und nur darauf warten, entdeckt zu werden. Genau um diese Spiele geht es in unserer Rubrik “Indie Ecke”. Hier stellen wir euch kleinere Spiele vor, die es in unseren Augen verdient haben, von euch beachtet und gespielt zu werden.

Proteus Titel (Quelle: Twisted Tree)
Den Anfang macht heute Proteus, ein Spiel, das die Spieler in den Steam Foren in zwei Lager teilt.

Spiel oder nicht Spiel, das ist hier die Frage.

Spätestens seit Dear Esther ist die Frage, ab wann ein Videospiel aufhört ein Spiel zu sein, regelmäßig Gesprächsthema in den verschiedensten Internetforen. Können Videospiele als Kunst bezeichnet werden oder sind es doch nur infantile Spielzeuge, um die Zeit irgendwie tot zu schlagen. Hinzu kommt natürlich noch die Frage, ob ein Spiel 10 Euro wert ist, wenn man dort nichts weiter machen kann als rumlaufen und der ganze Spaß nach knapp einer Stunde wieder vorbei ist.

Diese Frage kann und will ich euch hier nicht beantworten. Allerdings möchte ich euch ein Spiel vorstellen mit dem ihr euch vielleicht eine eigene Meinung zu dem Thema basteln könnt. Ob diese Meinung schlussendlich postiv oder negativ ausfällt, bleibt dabei abzuwarten.

Eine farbenfrohe Insel voller Musik.

In Proteus habt ihr eine komplett zufallsgenerierte Insel zur Verfügung, um euren Entdeckertrieb ausleben zu können. Ihr bewegt euch dabei in der Egoperspektive genauso, wie man es von zig anderen Spielen gewohnt ist. Mit W,A,S,D wird gelaufen und die Maus benutzt ihr, um euch umzuschauen. Das war dann auch schon so ziemlich alles, was die Steuerung zu bieten hat. Denn eure Interaktion mit der Insel beschränkt sich bei Proteus aufs Sehen und Hören. Wobei dem Zuhören wohl die wichtigste Rolle im Spiel zukommt.

Sobald ihr eure Augen öffnet, findet ihr euch im Meer wieder und entdeckt am Horizont die Umrisse einer Insel. Da Wasser aber nass – und schwimmen auf Dauer anstrengend ist, macht ihr euch auch direkt auf den Weg zur Insel. Dort angekommen fällt euch sofort die Musik auf, die aus allen Richtungen an euer Ohr drängt. Denn jedes Tier, jede Pflanze und so ziemlich alles auf der Insel hat seine eigene Molodie oder zumindest einen eigenen Ton. Dieses Gewusel an Tönen und Melodien ergibt einen Soundtrack der sich, je nachdem wo ihr steht oder lang geht, ständig verändert. Auch der Grafikstil, der sich irgendwo zwischen 8bit und Malen nach Zahlen ansiedelt, fällt dem gestrandeten Zocker sofort ins Auge.

Proteus ist, was man draus macht.

Ab jetzt liegt es einzig und allein in eurer Hand was ihr aus dem Spiel macht. So könnt ihr zum Beispiel versuchen, anhand eurer Umgebung, die Geschichte der Insel zu erforschen. Denn irgendwo müssen die ganzen Gräber oder das alte Holzhaus im Wald ja mal hergekommen sein. Und wer hat eigentlich die Wege angelegt, die vom Haus zu den Bergen führen? Vielleicht lohnt es sich ja auch mal einen Blick auf die merkwürdigen Figuren zu werfen, die auf den schneebedeckten Hügeln stehen. Proteus ist eines von den Spielen die euch dazu aufforden, eine eigene Geschichte mit eurer Fantasie zu spinnen. Denn ohne einen Hauch von Fantasie und Neugier werdet ihr Proteus wohl schon in den ersten Minuten in die Ecke werfen. Was allerdings sehr schade wäre.

Denn Proteus bietet euch eine lebendige Insel, die dem Wandel der Jahreszeiten unterworfen ist. Sie offenbart nur dem geduldigen Spieler nach und nach ihre Geheimnisse. Wie ihr die Zeit voran treibt müsst ihr dabei allerdings selbst rausfinden.

Und das wars jetzt oder wie?

Viel mehr möchte ich über Proteus eigentlich nicht schreiben. Denn der Reiz des Spiels ist es, all die kleinen Nuancen selbst zu entdecken und zu erleben. Wenn ich ganz ehrlich bin gibt es auch nicht viel mehr über das Spiel zu schreiben. Ich könnte jetzt ewig darüber lamentieren ob das überhaupt noch ein Spiel ist, oder wieder nur so ein möchtegern Kunstkandidat, oder ob ihr die 8,99 Euro lieber in Döner und Cola anlegen solltet. Mach ich aber nicht.

Solltet ihr dem etwas anderen Spielerlebnis aber offen gegenüberstehen und lieber mal eine ruhige Kugel schieben wollen, ist Proteus genau das Richtige für euch. Mir hat es jedenfalls eine Menge Spaß gemacht und ich werde wohl ab und an zur Entspannung eine neue Insel besuchen. Proteus könnt ihr euch für 8,99 Euro bei Steam herunterladen.


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Über den Author: Skrei
Skrei ist ein RPG-Fanatic und ist auch dem ein oder anderen Indie-Spiel gegenüber nicht abgeneigt.

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