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Indie Ecke: Ocean City Racing

am 04.07.2013

Indie-Spiele beschränken sich in vielen Fällen darauf, ein Plattformer oder Puzzle Spiel zu sein. Und ganz toll wird es, wenn beides zusammen kommt. Da ich Puzzle-Plattformer mittlerweile nicht mehr sehen kann, habe ich einfach mal ein Rennspiel ausgegraben.
Ocean City Racing Logo (Quelle: Onur Uca)
Ocean City Racing nennt sich das Teil und versucht mit einer offenen Welt zu punkten. Ob es was taugt, lest ihr hier.

Indie-Spiele sind ja immer so eine Sache. Als die ganze Indie-Szene noch recht neu war, konnte man vieles noch damit entschuldigen, dass es ja indie ist, und keine große Firma dahinter steckt. Mittlerweile hat sich die Indie-Sparte aber zu einem eigenen Genre entwickelt und sollte deshalb auch kritisch begutachtet werden.

Ein Rennspiel ohne richtiges Konzept

Ocean City Racing ist so eine Sache für sich. So wirklich viel kann man über das Spiel eigentlich nicht schreiben. Es gibt keinen richtigen Karriere-Modus, die Autos kann man für die Rennen auch nicht selbst aussuchen, und besondere Spielmechaniken sucht man auch vergeblich. Das Merkwürdige an Ocean City Racing ist allerdings, dass es doch irgendwie Spaß macht. Woran das liegt, weiß ich selber nicht so genau. Ocean City Racing ist banal im wahrsten Sinne des Wortes. Ihr klemmt euch einfach hinter das Steuer eines Autos, tretet aufs Gas und seid in den meisten Fällen noch vor der dritten Kurve auf dem ersten Platz. Und wenn ihr nicht gerade spontan in die falsche Richtung fahrt, sollte das auch bis zum Ende des Rennens so bleiben.
Ocean City Racing 2 (Quelle: Onur Uca)
Der sogenannte Racing Modus ist nichts weiter als eine Aneinanderreihung von Rennen in unterschiedlichen Autos. Ich hatte beim Zocken zudem nicht das Gefühl, dass die Rennen auch nur irgendwie herausfordernder werden. Ich konnte jedes Rennen ganz geschmeidig ohne große Probleme vor mich hin gewinnen. Wem das zu langweilig ist, der kann ja im Time-Trial Modus um Bestzeiten fahren. Was schlussendlich aber auch nicht wirklich spannend ist.

Eine Besonderheit hat Ocean City Racing dann aber doch zu bieten. Nämlich den Free-Roam Modus. In diesem Modus könnt ihr in der offenen Welt nach Herzenslust rumfahren und sogar aus eurer Karre aussteigen, um in ein anderes Fahrzeug umzusteigen. Das macht zumindest eine Weile Spaß, auch wenn es nichts zu entdecken gibt. Der Free-Roam Modus hat zwar etwas Entspannendes an sich, macht aber eigentlich nur wegen des guten Soundtracks Spaß.

Warum Ocean City Racing zocken, wenn es so viele bessere Alternativen gibt?

Ocean City Racing hat ein ganz großes Problem. Dieses Problem nennt sich Mittelmaß. Und zwar ein Mittelmaß, das Ocean City Racing nur auf Biegen und Brechen erreicht. Der Grundgedanke, ein Rennspiel mit einer offenen Welt zu programmieren, ist sicher nicht schlecht. Doch was bringt mir die offene Welt, wenn ich im Racing Modus eh nur auf Strecken fahren darf, die sehr eng abgesteckt sind? Da bringt auch der Free-Roam Modus nichts, in dem es sowieso keine Herausforderungen gibt. Warum wurden die Rennen nicht einfach in den Free-Roam Modus verlegt, um so wenigstens etwas Spannung ins Spiel zu bringen?

Alles plätschert in Ocean City Racing einfach nur so vor sich hin, ohne dabei wirklich Aufmerksamkeit zu erregen. Das Einzige, was bei mir Aufmerksamkeit erregt hat, ist der nette Rock-Soundtrack. Der ist tatsächlich richtig gut und bei diesem Spiel komplett verschwendet.

Hätte nicht nur eine Person an dem Spiel gewerkelt, sondern mehrere Leute, die wissen was sie wollen, hätte aus Ocean City Racing durchaus etwas werden können. Der gute Wille, und die guten Ansätze mögen ja vorhanden sein, nur ein roter Faden, oder ein ordentliches Konzept vermisse ich auf ganzer Linie.

Unterm Strich bleibt also ein merkwürdiger Indie-Racer, der manchmal so was Ähnliches wie Spaß macht, aber nichts zu bieten hat, das richtig gut und fesselnd ist. Wer trotzdem Bock drauf hat, kann ja mal die offizielle Internetseite besuchen.


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Über den Author: Skrei
Skrei ist ein RPG-Fanatic und ist auch dem ein oder anderen Indie-Spiel gegenüber nicht abgeneigt.

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