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Indie Ecke – Dust: An Elysian Tail

am 30.05.2013

Für mich bleibt es ein Rätsel warum es nicht viel mehr Plattformer gibt, die das Metroidvania Prinzip aufgreifen und mit der heutigen Technik verfeinern.
Dust Logo (Quelle: Microsoft Studios)
Das hat sich wohl auch Dean Dodrill gedacht und 4 Jahre damit verbracht an einem Spiel zu werkeln, das genau seinen Vorstellungen entspricht. Ob der Titel aus dem Hause Humble Hearts auch etwas taugt erfahrt ihr hier.

Liebe auf den ersten Blick

Im Grunde genommen ist Dust: An Elysian Tail ein Sidescroller wie er im Buche steht. Ihr kämpft euch von Bildschirm zu Bildschirm und habt es dann irgendwann mit einem Boss zu tun. Doch Dust: An Elysian Tail sticht durch einige Besonderheiten aus der Masse der Sidescroller heraus.

Eine unübersehbare Besonderheit ist die wundervolle Grafik. Für die Opas und Omas unter uns Zockern, die schon immer mal wissen wollten wie Super Nintendo Spiele heutzutage aussehen würden, hält Dust: An Elysian Tail die Antwort parat. So und nicht anders hätten Sidescroller ausgesehen, wenn sie nicht viel zu früh von neuer 3D Technik in den Hintergrund verbannt worden wären. Allein durch die Darstellung hat Dust: An Elysian Tail mich in seinen Bann gezogen und hat es auch geschafft, mich über die komplette Spielzeit von ungefähr 15 Stunden immer wieder mit neuen Schauplätzen zu überraschen. Neben den Schauplätzen ist auch das Monster-und NPC Design recht abwechslungsreich und hat eine breite Palette an interessanten Figuren zu bieten.
Dust Forest (Quelle: Microsoft Studios)
Verfeinert wird das Ganze noch von einem großartigen Soundtrack für den Hyperduck Soundworks verantwortlich sind. Für mich war es Liebe auf den ersten Blick und ich wurde auch beim Gameplay nicht enttäuscht.

Liebe auf den zweiten Blick

Die Liebe kann ja manchmal dafür sorgen, dass man eine rosarote Brille auf hat und deshalb den Blick fürs Wesentliche verliert. In vielen Fällen gibt es dann ein böses Erwachen und das Desaster ist groß. Zum Glück blieb das bei Dust: An Elysian Tail komplett aus. Ganz im Gegenteil, meine Liebe zum Spiel wurde immer stärker, je länger ich gezockt hatte.

Denn bei Dust: An Elysian Tail gilt, so gut wie es aussieht zockt es sich auch. Ihr spielt Dust, der sein Gedächtnis verloren hat, ein sprechendes Schwert findet, versucht herauszufinden wer er eigentlich ist und zu allem Überfluss noch von einem sprechenden Katzen Fledermaus Mix begleitet wird, die alle Nase lang für lustige Dialoge sorgt. Dieses merkwürdige Trio kämpft und questet sich also durch allerlei Gefahren um herauszufinden, was mit Dust eigentlich los ist und warum das Land von Monstern überrannt wird.
Dust Mushroom (Quelle: Microsoft Studios)
Dabei begnügt sich Dust: An Elysian Tail aber nicht damit ein einfacher Sidescroller zu sein, sondern würzt das Ganze noch mit einer gehörigen Portion Rollenspiel. Ihr könnt Dust aufleveln und in verschiedenen Fähigkeiten Punkte verteilen. Außerdem könnt ihr Nebenaufgaben annehmen, Gegenstände herstellen und mit den NPCs überraschend interessante Dialoge führen, um tiefer in die Geschichte einzutauchen.

Die meiste Zeit verbringt ihr in Dust: An Elysian Tail aber mit Kämpfen. Das geht unheimlich geschmeidig von der Hand und ermöglicht euch ohne große Probleme das Ausführen riesiger Kombos, die mächtig Schaden machen. Das ist auch der Grund weshalb ihr das Spiel gleich zu Beginn auf den härtesten Schwierigkeitsgrad stellen solltet. Ich hatte nämlich das Problem, dass Dust: An Elysian Tail viel zu schnell viel zu einfach wurde.
Dust Enemies (Quelle: Microsoft Studios)
Auch das flatternde Fledermaus Katzen Viech Fidget trägt seinen Teil zum Kampfsystem bei. Fidget kann nämlich zaubern. Allerdings ist ihre Magie etwas schwachbrüstig und haut erst so richtig rein, wenn sie mit einem bestimmten Angriff von Dust kombiniert wird. So wird zum Beispiel ihr kleiner Feuerball zu einem riesigen Inferno und setzt ganze Bildschirme in Brand. Und wie es sich für ein gutes Spiel im Metroidvania Stil gehört bekommt ihr mit der Zeit immer mehr Fähigkeiten, die euch den Zutritt zu vorher versperrten Levelabschnitten ermöglichen. Dadurch haben auch die Entdecker unter euch einiges zu tun.

Liebe auf den dritten Blick

Dust: An Elysian Tail erfüllt all meine Sidescroller Wünsche und setzt durch die großartige Präsentation noch einen oben drauf. Man merkt dem Spiel in jedem Moment an, wie viel Liebe und Arbeit reingesteckt wurde, um Dust: An Elysian Tail zu etwas wirklich Besonderem zu machen. Grafik, Sound und Gameplay verschmelzen hier zu einer Einheit, die ganz nebenbei noch einer der besten Konsolenports ist, die ich bis jetzt gezockt habe.
Dust Church (Quelle: Microsoft Studios)
Denn Dean Dodrill wollte eine PC Version programmieren, die er als Zocker selbst gern gezockt hätte. Deswegen hat es zwar etwas länger gedauert, bis das Spiel für den PC zu haben war, aber das Warten hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Dust: An Elysian Tail ist verdammt gut und jeder von euch sollte dem Spiel eine Chance geben. Ihr werdet es nicht bereuen.


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Über den Author: Skrei
Skrei ist ein RPG-Fanatic und ist auch dem ein oder anderen Indie-Spiel gegenüber nicht abgeneigt.

1 Kommentar

  • DarkHunterRPGx schrieb am 30/5/2013, um 21:37:

    Habe das Spiel ebenfalls in wenigen Tagen durchgespielt … nie hat mich ein Spiel so extrem gefesselt. Vorallem das Ende war emotional wie sonst noch nie :( vorallem wenn man sich an die Charaktere gebunden hat .. denn diese wachsen einem im Laufe des Spiels ziemlich ans Herz.
    Ich bin froh dieses Spiel in meine Spiellaufbahn eingebracht zu haben, denn dieses Spiel ist es mehr als nur wert gespielt zu werden.

    Ich kann es jedem nur empfehlen das Spiel zu spielen!

    mfg DarkHunterRPGx

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