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Anno 2070

am 27.06.2011

ANNO2070_Hafen (quelle: ubisoft)Die ANNO-Reihe ist eine jener Spieleserien, die trotz des stets gleichen Spielprinzips und teils nur marginaler Gameplay-Änderungen dennoch immer wieder aufs Neue begeistern kann. Trotzdem wagt Ubisoft mit ANNO 2070 erstmals einen starken Einschnitt. Nach vier Teilen in der frühen Neuzeit und dem späten Mittelalter entführt uns der neueste Strategiestreich in eine nicht allzu ferne Zukunft und nimmt sich dabei auch aktueller ökologischer Probleme an.

Schlechte Aussichten

Eine richtig tiefgründige Story war noch nie Inhalt der Anno-Spiele und so muss man sich auch in der Zukunftsvariante mit einigen wenigen Stichworten zufrieden geben. Im Prinzip spielt die Welt von ANNO 2070 auf einer postapokalyptischen Erde. Nachdem die Polkappen schmolzen, raffte es nicht nur Holland, sondern auch den Rest der Welt in einer epischen Sintflut dahin. Die Menschheit überlebte in riesigen Archen, die für das Spiel nun als Ausgangsbasen fungieren, ähnlich den Kontoren der vorigen Teile. Zwei große Fraktionen versuchen nun, einige jetzt unbewohnte Eilande neu zu besiedeln. Die Ecos setzen dabei auf ökologische Vernunft und den Einklang mit der Natur, während die Tycoons rücksichtslos und effizient vorgehen. Beide Seiten können jedoch voneinander lernen und so spielen sich beide Fraktionen nicht unbedingt völlig verschieden. Das Spielprinzip indes ist immer noch völlig das Alte. Man schafft Raum für seine Siedler und verhilft ihnen zum Aufstieg, indem man ihnen allerlei Luxusgut bereitstellt. Im Gegenzug bekommt man Steuergelder und neue Bauoptionen werden freigeschaltet. Das Wechselspiel von Bedürfnis und Befriedigung ist der Hauptmotivator der Reihe und macht vor allem das Endlosspiel so beliebt.

Feinjustierung

Abgesehen von der wieder mal verbesserten Grafik hat sich an der Spielmechanik und den Features nicht so furchtbar viel verändert. Einige nervige Details aus den Vorgängern wurden angepasst. So muss man nun nicht mehr jedes Wohnhaus einzeln platzieren und auch die Stadtzentren sollen einen wesentlich größeren Einflussbereich haben. Ansonsten aber unterscheiden sich die Bedürfnisse der Zukunft und die Art, diese zu befriedigen, nicht sonderlich von denen der Menschen im Anno-Mittelalter. Auch innerhalb der beiden Fraktionen gibt es nur punktuelle Unterschiede. Wo die einen lieber Tee trinken, saufen die anderen lieber Schnaps – das Produktionsprinzip ist allerdings fast gleich. Ein paar neue Features kennt das Zukunfts-Anno aber doch. So schlägt die Umweltbelastung der Produktionsbetriebe immens auf das fragile Klima nieder. Die Tycoons stört das weniger, allerdings sieht deren Welt dann bald auch aus wie nach einem Nuklearangriff. Die Ecos sind da empfindsamer und versuchen, grüne Wiesen und Bäume zu erhalten. Die Wahl der Fraktion ist also eine Frage des Gewissens und der Ästhetik – spielentscheidend ist sie nicht. Eine richtig vielversprechende Neuerung ist die eingangs erwähnte Arche. Die Basis bleibt nämlich eine Art Erkennungsmerkmal des Spielers und die Ausbaustufen erhalten sich spielübergreifend, auch in Multiplayer-Partien. Vor allem letztere dürften oft kriegerisch entschieden werden. Gefechte finden bei ANNO 2070 allerdings nur in der Luft statt. Näheres zum Kampfsystem ist allerdings noch nicht bekannt.

Das neue ANNO 2070 soll angeblich noch dieses Jahr veröffentlicht werden. Fans der Reihe dürften erleichtert sein, dass am Spielprinzip nicht allzu viel geändert wurde. Allerdings ist ein Anno ohne Segelschiffe und Holzgebäude mehr als gewöhnungsbedürftig. Andererseits könnte dieser Sprung der Reihe auch guttun, denn die Epoche der Galeonen und Entdecker hätte sich wahrscheinlich mit einem weiteren Teil auch endgültig abgenutzt.


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