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Evolutionstheorie für Fussballfans

am 28.07.2011

FIFA12_Tackling (quelle: EA)Es gibt derzeit und auch schon seit Jahren auf dem Spielemarkt genau zwei ernst zu nehmende Fussballsimulationen, deren Anhänger das jeweilige Produkt jedes Jahr aufs Neue vergöttern und das Konkurrenzspiel zum Teufel wünschen. Ich gebe es hiermit offen zu: Ich bin FIFA-Jünger, vor allem in meiner Obsession dem Realistischen gegenüber begründet, respektiere aber auch das spieltechnisch absolut ebenbürtige PES. Denn im Gegensatz zu manch anderen Franchises folgen beide Entwickler dem durchaus angebrachten Weg des schrittweisen Perfektionierens. Doch welche evolutionären Sprünge erwarten uns bei den demnächst erscheinenden 12er Titeln?

FIFA und die heilige Dreifaltigkeit

Electronic Arts setzt bei FIFA 12 vor allem auf Gameplayverbesserungen in drei speziellen Punkten, die meiner Ansicht nach so auch absolut Sinn machen. Zunächst einmal gibt es die neue Player Impact Engine. Diese berechnet Kollisionen in Echtzeit und leitet daraus physikalisch korrekte Sturzanimationen, Ballverhalten und auch Verletzungen ab. Wir werden also nicht immer wieder dieselben vorberechneten Animationen sehen, sondern immer wieder neue, teils spektakuläre Zusammenstöße von wendigen Angreifern und robusten Verteidigern. Stellt euch einfach kurz vor, Daniel van Buyten grätscht Marko Marin aus vollem Lauf weg. Autsch!
ZWeite Neuerung ist das Precision Dribbling. Dieses ermöglicht eine noch engere Ballführung und bessere Ballkontrolle auf der Grundlage der technischen Fähgikeiten des Spielers. Ein Franck Ribery wird demnach selbst von einem Mats Hummels wesentlich schwerer mit fairen Mitteln vom Ball zu trennen sein, während man mit Maik Franz wahrscheinlich eher nicht durch die Dortmunder Abwehrreihe tanzen wird.
Stichwort Abwehr: Das Tactical Defending ist die dritte wesentliche Neuerung bei FIFA 12. Darunter ist nicht nur das bessere Positionieren der Abwehrspieler im Raum zu verstehen, sondern auch eine wesentlich realistischere Art des direkten Zweikampfs. Man drückt nicht einfach nur mehr die ganze Zeit den Zweikampfbutton, sondern positioniert sich in Relation zum Angreifer, läuft neben ihm, wartet den richtigen Zeitpunkt ab und hat den Ball – oder auch nicht. Bei Grätschen gilt dasselbe, nur ist hier natürlich die Gefahr eines Fouls, einer Karte und einer Verletzung höher (siehe Abschnitt Player Impact Engine).

PES_Dribbling (quelle: Konami)PES und die Politik der leisen Töne

Nun, was hat uns der Konkurrent von Konami zu bieten? Generell schlagen die Entwickler von Pro Evolution Soccer beim Marketing ja etwas leisere Töne an. Man verzichtet auf große Ankündigungen und verweist lediglich auf die vielen kleinen Justierungen und Feinheiten, die für den neuen Teil gemacht wurden, nachdem es in PES 2011 ja eine Menge grundlegender Veränderungen gab. Die Spieler sollen in PES 2012 ein bißchen langsamer agieren, dafür dynamischer reagieren und auch die Ballphysik wurde verbessert, die Kugel fühlt sich nun schwerer und plastischer an. Die Positionierungs- und Kollisionssysteme, mit dem EA so sehr wirbt, gab es bei Konami in ähnlicher Form schon vorher. Sie wurden für das neue Spiel natürlich nochmal verfeinert, doch wirkten sie zuletzt bei Präsentationen nicht ganz so flüssig und lebensecht wie bei FIFA 12. Ein echtes Ärgernis der Vergangenheit soll ebenfalls beseitigt werden. Die Spieler bleiben auch in Kollisionsanimationen weiter steuerbar und so kann man auch im Straucheln noch weiter um den Ball kämpfen.
Einen weiteren kleinen Schritt nach vorn hat die KI gemacht. Die eigenen Mitspieler laufen sich noch besser frei und eröffnen Räume durch Diagonalläufe und angetäuschte Sprints. Die Gegner wiederum spielen nicht mehr so unrealistisch oft aggressives Pressing und geben dem Spiel dadurch auch im Singleplayer ein besseres Feeling. Trotzdem fehlt weiterhin der bei FIFA so wichtige Button für den Befehl “Freilaufen!”.

Wer am Ende die Nase vorn hat, werden Zeit, Fanreaktionen und die Metakritik zeigen. Schon jetzt können wir uns aber wieder auf zwei tolle Fussballspiele freuen, die zumindest eine betriebswirtschaftliche Binsenweisheit untermauern: Konkurrenz belebt das Geschäft und erfreut letztlich auch den Endkunden, nämlich uns! Und zur Vorfreude gibts unten gleich nochmal die schönsten Tore aus FIFA 11.

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Über den Author: Cage
Cage ist der Strategie-Experte bei Computerspiele.com und außerdem bekennender FIFA-Fanboy.

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