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Doppeltes Pärchenglück bei Don’t Starve Together

am 12.01.2015

Vor einiger Zeit habe ich euch ja erzählt, wie ich tatsächlich auf meine alten Tage noch einmal ein Game mit meiner Herz Dame gespielt habe, während ihre Vorgängerinnen dem eher ablehnend gegenüberstanden (denkt mal drüber nach, bitches!). Jetzt gingen wir den nächsten Schritt und infizierten auch noch ein befreundetes Pärchen. Hemmungsloses Gruppen-Überleben war die Folge.
Don’t Starve Together zwei Pärchen

Ein Spiel kooperativ zu viert zu spielen ist gar nicht so einfach. Manch Mitspieler hat ganz andere Vorstellungen von einem erfolgreichen Spiel und dann ist da ja auch noch der unberechenbare Faktor Frau. Es ist unglaublich, aber es wirkt sich sogar auf das Spiel aus, wie kalt der Dame im Real Life ist. Oder ob sie hungrig ist. Oder müde. Noch viel schlimmer aber ist es, wenn man auch noch einen BWLer im Team hat. Mein alter Steam-Kumpel luvo nämlich spielt solche Spiele wie Don’t Starve Together gerne streng nach Effizienz und nutzt jede noch so kleine Schwäche im Gameplay-Design zu seinem Vorteil. Andererseits ist er aber auch ne Pussy und ändert die Voreinstellung auf „Langer Tag“ und „Langer Sommer“, um möglichst effizient sammeln und bauen zu können. Ich hingegen bin da viel triebhafter. Ich seh ein Beefalo, ich töte ein Beefalo. Einfach so. Weil ich es kann. Auch wenn ich hundert Dragonpies im Kühlschrank habe. Ich spiele ja nicht umsonst mit Wolfgang.

Don’t Starve Together – Zusammen ist man weniger allein

Wir beginnen also das Spiel als die Fantastischen Vier, ein Team mit individuellen Spezialkräften, magisch verbunden über telepathische Kräfte und ein offenes Skype-Mikro. Mein mächtiger Wolfgang erkundet die Welt, zerhaut Spinnen und arbeitet sich im Steinbruch die Hände schwielig. Mein holdes, doch leider leicht pyromanes Weib Willow sammelt indes fleißig Kacke und legt einen epischen Beerenbuschgarten an. Mein effizient planender luvo/Wilson schert sich anfangs wenig um solche Belanglosigkeiten wie etwa, nicht zu verhungern, und baut lieber Kisten, nutzlose Heuwände und Vogelkäfige. Sein armes, von einem Geist verwirrtes Weib Wendy muss sich arg ranhalten, um ihn mit durchzufüttern. Trotzdem tut sie es. Muss Liebe schön sein. Da jeder aber zufällig immer was anderes mehr oder weniger Nützliches tut, wächst unsere Basis schon vor dem ersten Winter auf eine beachtliche Größe und Vielfalt. Gemeinsam auf Koalefanten-Jagd zu gehen, hat schon fast etwas prähistorisch Gemeinschaftliches.

Don’t Starve Together – Die Freiheit des Einzelnen

So schön das Zusammenleben auch ist, so klar ist auch, dass hier weiterhin zwei Pärchen bzw. vier einzelne Charaktere spielen. Mit zunehmender Spieldauer spricht man sich immer weniger ab. Jeder sorgt für sich und da das meist auch ausreicht, fehlt so ein wenig die Notwendigkeit engerer Kooperation. Das liegt vor allem daran, dass prinzipiell jeder alles kann und meist auch tut. Könnte beispielsweise nur Wolfgang jagen, nur Willow sammeln und nur Wendy kochen, wäre mehr Absprache vonnöten. Allerdings wäre dann das Spiel für den Einzelnen auch eintöniger. Mangelhafte Absprachen können auch frustrierend sein. Wenn Willow auf Geheiß Wilsons einen Koalefanten mit dem Bumerang anwirft, damit Wilson ihn dann plattmachen kann, dann sollte Wilson das dann auch tun, statt derweil in Seelenruhe Asche zu sammeln, während Willow zerstampft wird. Als mein Wolfgang in mächtiger Selbstüberschätzung den Angriff auf eine Pengull-Kolonie befiehlt, sterben erst die anderen drei und dann ich bei dem Versuch, den Geistern meiner Freunde wieder Herzen zu basteln. Erstaunlicherweise sterben wir insgesamt viel öfter, als wir es im Singleplayer tun würden. Es scheint, also würde die Welt von Don’t Starve an Schrecken verlieren, wenn man in Gemeinschaft ist. Dummerweise trügt dieser Schein aber.

Nach achteinhalb Stunden beenden wir die Session. Wendy liegt tot im Sumpf (Tentakelkollision), Wolfgang läuft auf halber Kraft (altes Problem bei Spenderherzen), Willow zündet panisch Sträucher an und Wilson würde am liebsten Hilfsarbeiter für die Logistik seiner Vorratstruhen einarbeiten. Irgendwie sind wir an einem toten Punkt. Vielleicht hilft ja ein Neustart. Oder ein eisiger Winter, der uns enger zusammenwachsen lässt.

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Über den Author: Cage
Cage ist der Strategie-Experte bei Computerspiele.com und außerdem bekennender FIFA-Fanboy.

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