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Die Top 10 der brutalsten PC-Spiele aller Zeiten

am 21.06.2012


Toplisten sind ja an sich immer beliebt und ein guter Grund für uns, in unseren Erinnerungen zu stöbern. Das Thema Gewalt und Brutalität ist allerdings ein sehr sensibles und man muss ja heutzutage vorsichtig sein, sonst ist man am Ende noch Schuld an einem Amoklauf, der Erderwärmung oder dem Niedergang der FDP. Trotzdem wagen wir es und wundern uns, wie viele potentielle Kandidaten uns eingefallen sind. Deswegen stehen auf den Plätzen meist Spiele, die nicht nur für sich selbst, sondern auch für eine bestimmte Unterkategorie stehen. Aber Vorsicht: Lesen auf eigene Gefahr!

Platz 10
Der Ego-Shooter-Urknall – WOLFENSTEIN 3D und DOOM

Gewalt ist insbesondere ein Charakteristikum für die vielzitierten Ego-Shooter. Diese waren es dann auch, die gerade durch diese besonders interaktive Perspektive den Zorn hiesiger Prüfstellen auf sich zogen. In den frühen Neunzigern waren die Shooter-Pioniere WOLFENSTEIN 3D und vor allem DOOM die ersten Spiele, bei denen die Gewaltausübung und –darstellung aus der Ich-Perspektive ein Maß erreichten, dass behördliche Stellen in Deutschland für bedenklich hielten. Beide Spiele wurden indiziert, Wolfenstein sogar aufgrund der verwendeten Nazi-Symbolik beschlagnahmt. Aus heutiger Sicht erscheint die Gewalt in diesen Spielen lachhaft, allein schon aufgrund der extrem veralteten Grafik. Damals hingegen war das Gesplatter ein Affront gegen den Geschmack der selbsternannten Sittenwächter.

Platz 9
Totgeprügelt – MORTAL KOMBAT

Das mittlerweile etwas in den Hintergrund gedrängte Genre der Beat Em Ups – oder Prügelspiele – galt noch vor einigen Jahren nicht zu Unrecht als Zugpferd digitaler Gewalt. Denn anders als in sportlichen Wettkämpfen mit festem Reglement wie Boxen oder Karate kam es bei den meisten dieser Games einzig auf den Sieg an – mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. MORTAL KOMBAT ist dabei vielleicht nicht ganz das älteste, wohl aber eines der eindrucksvollsten Spiele in diesem Bereich. Charakteristisch waren vor allem die blutigen und tödlichen Finisher, bei denen der Kontrahent nicht selten in seine Bestandteile zerrissen wurde, nur um im nächsten Kampf wieder quicklebendig vor einem herum zu hüpfen.

Platz 8
Zombieland – LEFT 4 DEAD, DEAD RISING, DEAD ISLAND

Die Hemmschwelle der Gewaltausübung sinkt, wenn es sich beim Gegner nicht um einen Menschen handelt – zumindest in der anthropologischen Theorie. Weil aber humanoide Gegner trotzdem einen großen Reiz ausüben, sind Zombies die idealen Feindbilder für nackte und brutale Gewalt. Es sind Menschen, aber irgendwie auch wieder nicht. Und man kann alles Mögliche mit ihren Körpern anstellen, ehe sie leb- und vor allem regungslos darnieder sinken. Entsprechend sehen wir in allen Zombie-Games direkte Gewaltausübung in einer sehr kreativen, ja geradezu wahllosen Form. Schusswaffen, Hieb- und Stichwerkzeuge, Gegenstände aus der Spielumgebung, ja selbst Stühle, Straßenschilder und Körperteile dienen zum Niederstrecken der Feinde. Spiele wie LEFT 4 DEAD, DEAD RISING und das relativ neue DEAD ISLAND sind ein einziges Gemetzel von untotem Fleisch.

Platz 7
Blut literweise – AGE OF CONAN, BLOODRAYNE, PROTOTYPE, SERIOUS SAM

Es gibt Spiele, bei denen gibt es eine riesige Horde von Gegnern, deren einziger Zweck zu sein scheint, in einer grotesken und unnatürlichen Wolke aus Blut und Gedärm aufzugehen. Natürlich fließt in so gut wie jedem Gewaltspiel Blut und oft auch jede Menge davon, doch einige Games legen es geradewegs darauf an, Hektoliter-Rekorde zu brechen. Die oben genannten Spiele bilden da nur eine kleine Auswahl. Das wenig zimperliche AGE OF CONAN nimmt eine Sonderstellung ein. Es ist eines der wenigen MMOs mit expliziter Gewaltdarstellung und wurde in Deutschland sogar nur geschnitten vertrieben. Normalerweise wollen MMO-Publisher so viele Kunden wie möglich gewinnen und achten daher auf eine möglichst problemlose Jugendfreigabe. Bei AGE OF CONAN übte die Zensur vor allem Kritik an den „Finishern“, also besonderen Manövern, mit denen Feinden Gliedmaße oder Köpfe abgetrennt werden können.

Platz 6
Nahkampfmaschinen – GEARS OF WAR, BULLETSTORM, WARHAMMER 40.000: SPACE MARINE

Bei vielen Gewaltspielen kommen nicht nur Schusswaffen, sondern auch Nahkampfmittel zum Einsatz. Doom führte einst die legendäre Kettensäge ein, die sich ja auch in zahlreichen Horrorfilmen einen gewissen Ruf erarbeitet hat. Es gibt eine Reihe von Games, die es geradezu darauf anlegt, die Gegner aus möglichst kürzester Distanz zu erledigen. Interessanterweise handelt es sich dabei nicht nur um Fantasy-Spiele mit der typischen Schwert-und-Schild-Bewaffnung, sondern vor allem um Games mit futuristischen Szenarios wie etwa BULLETSTORM oder WARHAMMER 40.000: SPACE MARINE. Letzteres spielt immerhin rund 38.000 Jahre in der Zukunft und dennoch gibt es für den Soldaten des 41. Jahrhunderts nichts Schöneres, als es den Orkhorden mit dem Kettenschwert zu besorgen.

Platz 5
Angst und Grauen – RESIDENT EVIL, DEAD SPACE, FEAR

Gewalt verfügt immer auch über eine psychische Ebene. Die Gewaltdarstellung wirkt umso intensiver, je seltener und überraschender sie auftritt. Darüber hinaus spielt auch das Leid der vom Spieler gesteuerten Figur eine Rolle. Nicht zuletzt ist der Gegnertypus grundlegend für die Empfindung der Intensität von Brutalität. Beim wegweisenden ersten RESIDENT EVIL kamen alle diese Faktoren aufs Grandioseste zusammen. Die Gegner waren rar, dafür stark und gnadenlos unmenschlich. Die gesteuerte Figur war eine verängstigte Frau, die nichts als Entkommen wollte. Das ganze Spiel erzeugte eine Atmosphäre von Angst, die in kurzen und extremen Gewaltpassagen kulminierte. Anders als bei eher skurrilen Splatter-Zombie-Shootern erzeugte die Enthauptung eines Gegners keine morbide Freude, sondern pure Erleichterung. Ähnliche Phänomene lassen sich auch bei anderen Spielen wie etwa DEAD SPACE erkennen, bei denen der Held mit ihm unbekannten Monströsitäten in einer fremden und feindlichen Umgebung konfrontiert wird.

Platz 4
Unzensierte Kriege – CALL OF DUTY, BATTLEFIELD und CO.

Der Brutalisierungsgrad digitaler Gewalt wird normalerweise allein anhand der möglichst drastischen Darstellung gemessen. Doch diese Hierarchisierung greift zu kurz. Vielmehr kann Gewalt auch dort brutal sein oder wirken, wo sie nahe an der Realität ist. Die üblichen Kriegs-Shooter wie BATTLEFIELD oder CALL OF DUTY zeichnen sich nicht unbedingt durch ultra-brutale Effekte aus, sondern eher durch den implizierten Schrecken, der einem bewusst wird, wenn man reif und gebildet genug ist, zu wissen, dass Menschen tatsächlich in ähnlichen Situationen gestorben sind, gerade sterben oder noch sterben werden. Eine Sonderstellung nimmt hier COD: WORLD AT WAR ein. In diesem Teil der Reihe gab es eine überdurchschnittliche Gewaltdarstellung inklusive weggesprengter Körperteile, verbrennender Gegner und an Leichen zehrenden Krähen. Auch hier wird der Schrecken potenziert durch das Wissen um die Realität dieser Anblicke.

Platz 3
Spielziel Mord – CARMAGEDDON, GTA, MANHUNT, POSTAL 2

In den meisten Spielen ist das Eliminieren von Gegnern eine Notwendigkeit zur Erreichung des Spielziels. In einigen Games geht es jedoch auf reichlich morbide Weise einzig und allein darum und Gewalt wird belohnt, selbst wenn sie gar nicht nötig wäre. Manchmal ist auch die Gewalt selbst der alleinige Spielinhalt und der Weg ist sozusagen gleichzeitig das Ziel. Der wohl bekannteste Vertreter dieser Art von Gameplay ist die GTA-Reihe, auch wenn es dort sehr viel mehr gibt als die nackte Gewalt. Trotzdem beruht der Reiz der Serie vor allem auf der absolut freien und willkürlichen Gewaltausübung gegenüber unbeteiligten Passanten. Noch ärger treibt es nur der POSTAL-Dude aus den gleichnamigen Spielen. Die Brutalität in POSTAL ist gleichermaßen extrem wie sinnfrei und trieb nicht nur zahlreiche Zensurbehörden in den Wahnsinn. Man konnte in POSTAL 2 Katzen als Schalldämpfer benutzen, mit abgetrennten Köpfen jonglieren und auf Hunde urinieren. Das dürften selbst hartgesottene Shooter-Freunde als reichlich krankhaft ablehnen.

Platz 2
Folter als Feature – PUNISHER, SAW

Bemisst man den Grad an Brutalisierung von Gewalt an der Wehrlosigkeit der Opfer, so gibt es einige Spiele, die weit über die Grenzen halbwegs verträglichen Geschmacks hinausgehen. Das international geächtete, aber noch lange nicht ausgemerzte Instrument der Folter als Mittel zur Informationsgewinnung oder auch nur zur Befriedigung krankhafter Triebe, kommt beispielsweise beim Spiel PUNISHER zum Einsatz. Wie im gleichnamigen Film muss sich der Held zur Wahrheit durchkämpfen bzw. durchfragen. Da Gangster aber wenig redselig sind, kommt der PUNISHER nicht ohne Folter aus. Die brutalen Verhörmethoden mit Gabelstaplern, Bohrmaschinen, Kreissägen und sogar Piranhas setzten das Spiel hierzulande schneller auf den Index als je ein Spiel zuvor. Beim durch die Filme inspirierten Game SAW sind die Folter und die tödlichen Fallen des Killers zwar auch extrem blutig und brutal, doch wenigstens ist der Spieler selbst nicht der Architekt der grausamen Maschinen.

Platz 1
Inszenierung des Todes – FALLOUT, GOD OF WAR, AVP, SOLDIER OF FORTUNE, SKYRIM, DARKNESS

Es ist extrem schwer, bei einem Attribut wie Brutalität eine Normierung zu finden, die eine Einteilung in Ranglistenplätze zulässt. Platz Eins geht nun nicht an die Games mit dem meisten Blut oder der groteskesten Brutalität, sondern an jene Spiele, bei denen Gewalt ästhetisiert wurde. Bei den oben genannten – und einigen weiteren – gibt es spezielle Cutscenes und Kameraperspektiven-Wechsel während des normalen Gameplays, die nur dazu da sind, einen Akt der brutalen Gewalt möglichst ideal zu präsentieren. FALLOUT 3, NEW VEGAS und SKYRIM nutzen dazu Slow-Motion-Kamerafahrten, die eine Enthauptung nochmals speziell in Szene setzen. Die extremen Kampfszenen in GOD OF WAR und die vielfältigen Tötungsmöglichkeiten in den SOLDIER OF FORTUNE oder DARKNESS-Reihen werden wohl nur noch durch das Trophäensammeln in ALIENS VS. PREDATOR übertroffen. Wenn ein Predator einem Marine den Kopf samt Rückgrat abreißt, um dann seine Trophäe zufrieden zu begutachten, dann zweifelt wohl niemand, dass damit Platz Eins verdient ist.

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Über den Author: Cage
Cage ist der Strategie-Experte bei Computerspiele.com und außerdem bekennender FIFA-Fanboy.

2 Kommentare

  • Dennis schrieb am 24/2/2013, um 15:57:

    Ich habe Skyrim gespielt und es kommt von der Brutalität nicht einmal ansatzweise an Manhunt ran, von dem ich nur einige Ausschnitte aus Youtube kenne. Der erste Platz beinhaltet eigentlich wieder wesentlich unbrutalere Spiele, als vorangegangene Plätze.
    Skyrim auf Platz 1 z.B ist ab 16, viele andere Spiele auf niedrigeren Plätzen indiziert.

  • Patrick schrieb am 31/7/2014, um 08:49:

    Die Spiele sind in der Top 10 eindeutig falsch eingeordnet.
    Es gibt in allen genannten Spielen ausreichend Blut, aber ein Manhunt kann nicht mit eibem Skyrim verglichen werden. In Manhunt wird der Spieler dazu gezwungen Menschen auf perfideste Weise zu exekutieren wobei sich ein Typ hinter der Kamera dabei aufgeilt je grausamer der Mord ist.
    Mit anderen Worten rückt der obige Artijel die meisten Spiele ib ein völlig falsches Licht und sollte kompletr überarbeitet wetden.

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