Shakes and Fidget
SHAKES AND FIDGET ist ein witziges kleines Browsergame der Firma Playa Games und basiert stilistisch auf den gleichnamigen Comics der Berliner Zeichenkünstler Oskar Pannier und Marvin Clifford. Es ist derzeit wohl das lustigste und kurzweiligste Browserspiel auf dem Markt und hat nicht zuletzt deswegen den begehrten BÄM-Award in der Kategorie Online/Browsergame auf der Gamescom 2010 in Köln abgeräumt.
Atmosphäre
Wem die Comicserie nicht unbekannt ist, der erkennt sofort den liebevoll-grotesken Zeichenstil der Autoren wieder. Alle Grafiken im Spiel sehen aus wie aus einem Comicheft, Animationen sind nur recht spärlich vorhanden. Das stört allerdings wenig, denn entscheidend ist der Humor des Spiels. Angefangen von den witzigen Illustrationen des Dorfes über die skurrilen Gegner (z.B. ein psychopathisches Häschen mit Küchenmesser) bis hin zu den aberwitzigen Ausrüstungsgegenständen (statt Schild gibts halt nur einen Mülltonnendeckel) wird hier nichts wirklich ernst genommen. Mit einem Schmunzeln muß man an Comic-Adventures wie Day of the Tentacle oder Monkey Island zurückdenken, die seinerzeit ebenfalls mit schrägem Humor aufwarteten.
Grafik / Sound
Der Comicstil hat wie erwähnt nicht viel Raum für Animationen, alles ist aber sehr schön und mit Liebe zum Detail gezeichnet worden. Im Gegensatz zu fast allen anderen Browserspielen gibt es hier sogar rudimentären Sound in Form von Waffengeklapper bei den Kämpfen.
Gameplay
Nachdem man sich einen Charakter aus verschiedenen Optionen zusammengebastelt hat, findet man sich in einem Dorf wieder. Hier hat einige der üblichen Optionen eines Rollenspiels, z.B. diverse Geschäfte oder die Stadtwache, bei der man sich etwas Geld verdienen kann. Die meiste Zeit aber klickt man sich in die Taverne, um von Durchreisenden Aufträge anzunehmen. Der Clou: Jeder Quest braucht eine bestimmte Zeit, man hat jedoch pro Tag nur 100 Minuten Zeit. Wer sich nicht teure Extrazeit kaufen will, der muß also haushalten. Die Aufträge selbst sind hingegen schnell absolviert und laufen automatisch ab, ebenso wie die Kämpfe am Schluß jeder Quest. Die lustigen Illustrationen lohnen trotzdem den Blick auf den Bildschirm. Dem Spieler bleibt im Anschluß nur das Verteilen von Fertigkeitspunkten und das Shoppen. Ab und zu sollte man in der Arena gegen andere Spieler antreten, um Ehrenpunkte zu sammeln, die einen im Highscore voranbringen. Später werden auch noch Dungeons freigeschaltet. All das ist äußerst kurzweilig und ideal für Gelegenheitsspieler, die nebenbei weiter am PC arbeiten möchten.
Einzelspieler / Mehrspieler
SHAKES AND FIDGET ist ein klassisches Einzelspieler-Spiel, das vor allem in der Anfangsphase kaum Kommunikation mit sich bringt. In späteren Leveln hingegen bekommen die allseits beliebten Gilden eine größere Bedeutung und man bekommt dann auch öfter Mails von anderen Mitgliedern. Die PvP-Kämpfe sind unspektakulär und laufen auch ohne direkte Beteiligung ab. Oft bekommt man in Abwesenheit eine Mail, in der steht, man sei von jemandem angegriffen worden und habe mal eben 99 Silber verloren. Das nervt aber nicht so schlimm wie man jetzt vielleicht denken könnte.
Fazit
Wer ab und zu neben der Büroarbeit mal schmunzeln will und ein Browserspiel ohne großen Aufwand nebenher spielen möchte, der sollte sich SHAKES AND FIDGET auf jeden Fall mal anschauen. Es macht großen Spaß und man loggt sich jeden Tag wieder ein. Daumen hoch!














