Empire Universe II
EMPIRE UNIVERSE II ist ein Veteran unter den strategischen Browsergames und das sieht man dem Titel trotz mehrerer Überarbeitungen auch an. Trotzdem gehört es zu den atmosphärisch dichtesten Spielen seiner Zunft und versteht es auch heute noch, neue Spieler zu gewinnen und in seinen Bann zu ziehen. Das dürfte unter anderem auch an der eingeschworenen Fanbasis liegen, die auch für Neulinge stets ein offenes Ohr hat.
Atmosphäre
Die gut aufgebaute Stimmung in diesem Weltraumspiel deutet sich schon zu Beginn an. Die Rassenwahl zeigt eine Reihe von Spezies an, die alle mit einem gelungenen Kurzportrait vorgestellt werden. Auch im weiteren Spielverlauf wächst einem die eigene Kolonie ans Herz und nicht selten versucht man, sich in diplomatischen Verhandlungen wie ein Vertreter seiner Rasse zu präsentieren. Das nennt man wohl Identifikation mit der Spielfigur bzw. –fraktion.
Grafik / Sound
EMPIRE UNIVERSE II ist grottenhäßlich, da gibt es wohl keine zweite Meinung. Das Spiel sah 2007 vielleicht okay aus, doch gemessen an modernen Flashperlen sackt die Optik des Klassikers doch deutlich ab. Immerhin läßt sich die Galaxiekarte drehen und zoomen und der Rest ist durch die Einfachheit schön übersichtlich. Sounds darf man selbstredend auch nicht erwarten.
Gameplay
Das Spielkonzept wirkt aus heutiger Perspektive vielleicht schon etwas ausgelutscht, doch man sollte bedenken, dass EMPIRE UNIVERSE II vor vier Jahren zum ersten Mal an den Start ging. Das Spiel orientierte sich damals offenbar klar an „Galactic Civilization“ von Stardocks, einem sehr guten und leider zu Unrecht etwas vergessenen Vollpreisspiel mit einem sehr ähnlichen Spielprinzip. Man beginnt auf einem Planeten in seinem Heimatsonnensystem und errichtet erste Gebäude, um die Rohstoffe des Planeten auszubeuten. Insgesamt gibt es zehn Rohstoffarten, die je nach Planet öfter oder seltener vorkommen. Die Rohmaterialien und Credits sind Grundvoraussetzung für weitere Expansion und den Bau immer neuer Gebäude. Hinzu kommen ein Forschungssystem sowie ein Schiffsbausystem mit individuell kombinierbaren Komponenten. Es können unter anderem auch Kriegsschiffe gebaut werden, doch man muss in EMPIRE UNIVERSE II nicht zwingend Gewalt anwenden, um erfolgreich zu sein. Eine geschickte Diplomatie tut es manchmal auch. Eine Besonderheit ist das rollenspielähnliche Skillsystem für die Kommandantenfigur des Spielers. Je nach Erfahrung durch weiteres Voranschreiten im Spiel gibt es Sonderpunkte, mit denen man die Fertigkeiten im Kampf, Handel, Forschung usw. verbessern kann. Ziel des Spiels ist es, bis zu fünf Planeten optimal zu kolonisieren und so zur galaktischen Großmacht aufzusteigen.
Einzelspieler / Mehrspieler
Die Kommunikation mit Mitspielern ist ein zentraler Bestandteil von EMPIRE UNIVERSE II. Neben kriegerischen Aktionen geht es dabei vor allem um den Handel mit seltenen Rohstoffen sowie geschickte Bündnisdiplomatie, denn nur im Verbund mit großen Allianzen kommt man der Hegemonie im Weltraum Stück für Stück näher.
Fazit
EMPIRE UNIVERSE II versteht es, einen in seinen Bann zu ziehen und zu motivieren, obwohl das Spiel optisch eine Zumutung ist. Die diplomatischen Verhandlungen und Handelsbemühungen sowie das Skilling des Kommandanten fesseln für Wochen und entfalten ein kaum abzustreitendes Suchtpotential. Für alle, denen Inhalt wichtiger ist als Grafik, ist EMPIRE UNIVERSE II allemal einen Blick wert.











